Herbert Grönemeyer (70) wird mit dem Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2026 ausgezeichnet. Er gebe dem Ruhrgebiet „eine Stimme, die man nie wieder vergisst“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). „In seinen Liedern klingt die ganze Region mit – mit all ihrem Stolz und ihrer Herzlichkeit.“ Der Künstler sei trotz internationalen Erfolgs „einer aus dem Pott geblieben, mit einer tiefen Zuneigung zu den Menschen im Revier“.
„Bochum“ drückt Stolz des Ruhrgebiets aus
Grönemeyer ist einer der erfolgreichsten Musiker in Deutschland. Er habe die kulturelle Besonderheit und Stärke des Ruhrgebiets in die Welt getragen, betonte Kulturministerin Ina Brandes (CDU) in einer Mitteilung. Seine Hymne „Bochum“ drücke den Charakter und Stolz einer ganzen Region aus. Sein Album „4630 Bochum“ zähle zu den Klassikern deutscher Musikgeschichte.
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Der Sänger und Schauspieler – geboren in Göttingen und aufgewachsen in Bochum – erhält die mit 25.000 Euro dotierte Ehrung aber auch für sein gesellschaftspolitisches Engagement. „Sein unermüdlicher Einsatz für Demokratie, Zusammenhalt und Gerechtigkeit ist bewundernswert und ein Vorbild für alle Menschen“, betonte Brandes. Er mache sich stark gegen Spaltung, für Armutsbekämpfung und Demokratie.
Auf der Liste der Ausgezeichneten stehen noch weitere Künstlerinnen und Künstler aus der Region. In der Sparte „Darstellende Künste“ werden Kama Frankl-Groß (Jahrgang 1986) und Kwame Osei (Jahrgang 1987) für ihre Arbeit in der Urban-Arts-Sparte am Theater Oberhausen geehrt, die eine „für Deutschland einzigartige künstlerische Struktur“ besitze. Sie haben sich in ihren Inszenierungen mit Rassismus, Kolonialgeschichte und Identität auseinandergesetzt.
Auch Miedya Mahmod (Jahrgang 1996) befindet sich auf der Liste der Preisträger. Die nonbinäre Person arbeitet an den Schnittstellen zwischen Spoken Word, Lyrik und Performance. Aufgewachsen als Kind kurdischer Eltern in Dortmund und Hagen, gehört Mahmod zum Kollektiv „parallelgesellschaft“.
Ebenfalls dabei: die vom Punk inspirierte Musikerin Lena Willikens (Jahrgang 1977), die an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert hat, später zur elektronischen Musik fand und eng verbunden ist mit dem Düsseldorfer „Salon des Amateurs“. Und noch ein Preisträger aus Düsseldorf: Bildhauer Tassilo Lantermann, der ebenfalls an der Kunstakademie Düsseldorf ausgebildet wurde.
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Wüst und Brandes verleihen den Kunstpreis am 17. November in Düsseldorf. Er wird zum sechsten Mal verliehen und war im vergangenen Jahr an den Autor Ralf Rothmann und 2023 an Multitalent Helge Schneider vergeben worden. red mit dpa








