RTL Deutschland will mehreren Medienberichten zufolge die Abo-Preise für den Streaming-Dienst RTL+ erhöhen. In einem „Handelsblatt“-Bericht erklärt Henning Nieslony, Chef der RTL-Streamingsparte, inwiefern die Abonnenten betroffen sind.
Preise für die Abos steigen: So verändern sich die Kosten für die einzelnen RTL+-Pakete
Die veränderten Preise sollen ab Mitte Januar 2026 greifen. Wer den Basistarif abonniert hat, ist von der Preissteigerung nicht betroffen: Die monatlichen Kosten bleiben bei 5,99 Euro. Mit diesem Paket müssen Kunden jedoch unter anderem auf Livestreams und Live-Sport sowie Downloads verzichten und regelmäßig Werbung in Kauf nehmen. Das Premium-Paket des Streaminganbieters soll monatlich einen Euro mehr kosten und damit von 8,99 Euro auf 9,99 Euro steigen. Darin enthalten sind die Sportübertragungen und Livestreams – Werbung soll weniger geschaltet werden.
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Der neue Tarif „Premium werbefrei“ ist künftig für 12,99 Euro im Monat verfügbar. Dieses Angebot scheint zunächst die bisherige Option „Max“ zu sein, doch eine Funktion fällt weg: Das Musikstreaming über Deezer ist nicht mehr enthalten. Um auf die rund 120 Millionen Songs bei Deezer zugreifen zu können, müssen Abonnenten in Zukunft den neuen Tarif „RTL+ Musik“ für 14,99 Euro buchen. Die bisher teuerste RTL+-Option „Max“ erhält damit eine Namensänderung und Preiserhöhung in einem.

„Wir haben das Angebot von RTL+ stark ausgebaut und werden es weiter ausbauen“, begründet Henning Nieslony, Chief Streaming Officer bei RTL Deutschland, im „Handelsblatt“ den neuerlichen Schritt. „Die Preisanpassung in den höheren Tarifen trägt dem Rechnung und orientiert sich am Wettbewerb.“
RTL Deutschland setzt auf Streaming und streicht gleichzeitig 600 Stellen
Erst Anfang Dezember 2025 gab RTL Deutschland bekannt, im Rahmen einer Neustrukturierung rund 600 Stellen zu streichen. „Es gibt zwei große Herausforderungen, die wir lösen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein“, sagte RTL-Deutschlandchef Stephan Schmitter der Deutschen Presse-Agentur. Eine davon sei der tiefgreifende Wandel im Medienmarkt, die andere die schwierige konjunkturelle Lage.
Seit 2019 sind RTL zufolge die linearen TV-Werbeumsätze in Deutschland um mehr als 20 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe der Konzern massiv in den Ausbau des Streamingdienstes RTL+ investiert, dessen Abonnentenzahl auf über 6,6 Millionen gestiegen ist. „Bis Ende 2026 wollen wir mit RTL+ rund acht Millionen zahlende Kundinnen und Kunden haben“, sagt Henning Nieslony im Gespräch mit dem Handelsblatt. (mit dpa)




