• Der Kölner Dom soll ab dem 01. Juli kostenpflichtig werden
  • Getende und Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sollen nichts bezahlen müssen
  • Kritiker befürchten, dass der Dom seine Funktion als Herz der Stadt verlieren könnte

Der Kölner Dom kostet ab 1. Juli 12 Euro Eintritt für Touristen. Das gaben die Kirchenverantwortlichen am Dienstag bekannt. Mit der Gebühr sollen Pflege, Schutz und Betrieb der Kathedrale sichergestellt werden.

Anfang März hatte das Kölner Domkapitel die Einführung einer Besichtigungsgebühr für das zweite Halbjahr angekündigt. Mit ihrer Hilfe sollen die Pflege, der Schutz und der laufende Betrieb des Doms finanziert werden.

Das Domkapitel - die Leitung des Doms - hatte schon klargestellt, dass Betende und Gottesdienstbesucher nichts bezahlen sollen. Unbeantwortet ist bisher noch die Frage, wie dies praktisch organisiert werden soll. 

Luftbild, City und Altstadt mit Geschäftshäusern und Wohnhäusern, Kölner Dom mit Roncalliplatz und Hauptbahnhof Hbf, Altstadt, Köln, Rheinland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Der Kölner Dom ist ein Wahrzeichen der Stadt. Im Gegensatz zu anderen Kathedralen in Europa war der Eintritt bis jetzt kostenfrei.© www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey

Andere Kathedralen kosten schon lange Eintritt

Die Ankündigung einer Eintrittsgebühr hat in Köln eine heftige Debatte ausgelöst. Befürworter verweisen darauf, dass andere Kathedralen wie der Mailänder Dom oder die Londoner St. Paul‘s-Kathedrale ebenfalls Eintritt kosten. Gegner befürchten, dass der Dom seine Funktion als für alle zugängliches Herz der Stadt einbüßen wird, wenn der Besuch nicht mehr frei ist. 

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Die frühere Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, die heute den Zentral-Dombau-Verein leitet, hat betont, es sei wichtig, dass der Eintritt unter zehn Euro bleibe. Der Zentral-Dombau-Verein sammelt seit 1842 Geld für den Dom, zunächst für dessen Fertigstellung und seit der Vollendung 1880 für die Instandhaltung.

(dpa)