Die Fraktion Die Linke wird nach eigener Ankündigung im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, der am Montag, 12. Dezember, tagt, in Sachen bauliche Entwicklung Flurstraße „darauf bestehen, dass Entscheidungen der Politik und Stadtplanung erst auf der Grundlage des ,Masterplans Grün’“ getroffen werden sollen. Dabei sieht sie sich durch eine Aussage der Stadt selbst bestätigt: Pressesprecher Marcel Sturm hatte gegenüber der NRZ erklärt, „dass der Masterplan Grün im Laufe des weiteren Planverfahrens hinreichende Aussagekraft entwickeln wird und berücksichtigt werden kann“. Die Linke hofft auf eine breite Zustimmung ihres Antrages, die Entscheidung über die bauliche Entwicklung des in Rede stehenden Geländes an der Flurstraße erst auf der Grundlage des Masterplans Grün, der im ersten Halbjahr 2023 vorliege, zu behandeln.

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Künftige Klimaentwicklung und Wohnraumplanung im urbanen Raum Dinslaken seien Themen, zu denen Die Linke Expertisen des Bund und der Stadtplanung der Stadt Dinslaken in ihrer Fraktionssitzung vor einer Woche eingeholt habe.

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Fragen des zukünftigen Wohnungsbedarfs und klimatische Auswirkungen des Flächenverbrauches hätten „aufgrund zum Teil widersprechender Zahlen aus den Erhebungen“ der Stadt Dinslaken und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) „nicht zufriedenstellend geklärt werden“ können.

Als Fazit bleibe für Die Linke festzustellen, dass nur auf der Grundlage des erwarteten Masterplans Grün der Stadt Dinslaken „auf Fakten beruhende städtebauliche Entscheidungen, auch in Sachen Flurstraße, getroffen werden können“, sagt Fraktionsvorsitzender Gerd Baßfeld und kündigt an: „Deshalb werden wir einer voreiligen städtebaulichen Insellösung Flurstraße, wie von der Stadt Dinslaken beabsichtigt, nicht zustimmen.“

Die Linke hält die Schaffung von dringend benötigten Wohnungen zu bezahlbaren Mieten für ein wichtiges zeitnahes und mittelfristiges Planungsziel von Politik und Verwaltung für Dinslakener Bürgerinnen und Bürger. Die Nutzung des Ausbaus im Wohnbestand hat aus ihrer Sicht „Vorrang vor dem Fortschreiten eines Flächenverbrauches ohne öffentlich dargelegte Zielvorgaben“.

Die Linke befürworte Maßnahmen der Stadt Dinslaken, „durch den Zwischenkauf von Grundstücken dem dreisten Gewinnstreben“ von Bauinvestorinnen und -investoren „mit Wuchermieten Einhalt zu gebieten“, erklärt Dieter Holthaus, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken, „erfreut über die Handlungsweise der Kommune“.