Bei einem bundesweiten ADAC-Test von bewirtschafteten Rastanlagen haben Anlagen in Nordrhein-Westfalen nur ein mittelmäßiges Ergebnis erreicht. Allein die Rastanlage Hünxe West an der A3 wurde mit der Gesamtnote „gut“ bewertet, die anderen sechs Anlagen in NRW erhielten vom Mobilitätsclub die Note „ausreichend“. Getestet wurden an insgesamt 40 Standorten die Preise, das gastronomische Angebot und Services sowie die Außenanlagen/ Zugang und die Sanitäranlagen. Ein „sehr gut“ konnte dabei übrigens keine Anlage erreichen – damit gehört der Rastplatz Hünxe West zu den besten Anlaufpunkten für Autofahrer.
So schnitt der Rastplatz Hünxe West bei den Einzelwertungen ab
Der Rastplatz Hünxe West konnte die Tester dabei vor allem mit den Sanitäranlagen überzeugen. Diese erhielten die Note „sehr gut“. Als „gut“ bewertet wurde das gastronomische Angebot vor Ort. Ebenso ein „gut“ gab es in der Kategorie Services, wo – neben anderen Punkten – zum Beispiel die Lademöglichkeiten für E-Autos überprüft wurden. Hier bietet der Rastplatz Hünxe Ladesäulen des Anbieters EnBW mit bis zu mit 300 kW Ladeleistung an.
Die Außenanlagen bewerteten die Tester des ADAC mit einem „ausreichend“. Hier wurde unter anderem auf die Barrierefreiheit, die Mülleimer und Parkplätze für Frauen und Menschen mit Behinderung bewertet. Vier der sieben Rastplätze im Test wurden hier mit der Note „gut“ bewertet, eine Anlage mit „mangelhaft“.
Abzüge in der Note gab es bei den Preisen: Die wurden mit der Note „sehr mangelhaft“ bewertet. Diese stellten sich allerdings im Gesamt-Test immer wieder als Ärgernis bei Rastanlagenbesuchen heraus. Vom Restaurant bis zum Tankstellen-Shop waren die angebotenen Produkte vom Standardmenü über eine Packung Kartoffelchips bis zur Warnweste allesamt überteuert im Vergleich zu einer Stichprobe nahe gelegener Autohöfen. Das Ergebnis: Fünf von sieben Anlagen, wie der Rastplatz Hünxe West, wurden mit sehr mangelhaft bewertet, zwei mit mangelhaft. Der ADAC empfiehlt Reisenden deshalb, Proviant von zu Hause mitzubringen, um Geld zu sparen und unabhängig vom Angebot zu sein.
So liefen die Tests des ADAC bei den Rastplätzen ab
Beim Test wurde jeder Rastplatz zwischen dem 17. März und dem 30. April jeweils einmal unter der Woche und einmal am Wochenende anhand von 150 Prüfpunkten getestet. Bei jedem Test wurde die Auswahl an warmen und kalten Speisen und Getränken im Restaurant der Rastanlage quantitativ überprüft und die Preise für ausgewählte Angebote erhoben. Außerdem ermittelten die Tester im Shop die Preise eines Warenkorbes mit vorab in Art, Größe oder Menge genau definierten Produkten. In den Sanitäranlagen wurde nach optischer Sauberkeit und Funktionalität bewertet.
Spritpreise an den Tankstellen der Rastanlagen hat der ADAC bei seinem Test nicht berücksichtigt, da dazu Mitte Juni eine separate Untersuchung veröffentlicht wurde. Eine Übersicht über die bundesweiten Ergebnisse gibt es unter adac.de/rastanlagen im Internet.


