Im Bereich der neugestalteten Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde führt die Emschergenossenschaft zurzeit einige letzte Arbeiten durch. Je nach Witterungslage geht der Wasserwirtschaftsverband nach aktuellem Stand von einer Fertigstellung aller Arbeiten im Sommer aus.
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Ganz aktuell arbeitet die Emschergenossenschaft an der Fertigstellung der neu entstandenen Mittelinseln im Bereich der renaturierten Mündungsaue. Hierbei werden vor allem die Steinlagen an den Uferböschungen dieser Inseln kontrolliert und teilweise nachgebessert. Darüber hinaus ist zurzeit der Bau der finalen Wege und Abzäunungen im nördlichen Bereich der Emscher-Mündung im Gange. Parallel dazu erfolgt der Rückbau der nur temporär angelegten Baustraßen sowie der für die Baumaterialien benötigten Lagerflächen.
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Im Bereich der Emscher östlich der Hagelstraße arbeitet die Emschergenossenschaft zurzeit an den Querriegeln zur Sicherung der Emscher-Sohle. Die Spundwände sind bereits in das Flussbett eingebracht worden, aktuell wird die Konstruktion zur Stützung der Spundwände und Verstärkung der Sohle durch Steine erstellt. Die Arbeiten in diesem Bereich hatten im vergangenen Sommer begonnen. Aufgrund mehrerer Wasserhochstände sowohl im Rhein als auch in der Emscher mussten die Arbeiten mehrfach pausieren, da der Baubereich unter Wasser stand. Die Hochwasserereignisse in der Emscher hat die neue Emscher-Mündung dabei gut und problemlos bewältigt. Die Emschergenossenschaft bittet weiterhin darum, die abgesperrten Baustellenbereiche bis zu ihrer finalen Öffnung nicht zu betreten.
Neugestaltung der Emscher-Mündung: Ersten Arbeiten hatten 2014 begonnen
Die ersten Arbeiten zur Neugestaltung der Emscher-Mündung hatten im Herbst 2014 begonnen. Mit der Nordverlegung der Mündungstrasse um rund 500 Meter ist ein knapp 20 Hektar großes Delta entstanden, das künftig nicht nur einen verbesserten Hochwasserschutz bietet. Für Flora und Fauna bildet es zudem ein wichtiges Eingangsportal vom Rhein in das neue Emscher-Tal. Die Natur nimmt den neuen Lebensraum bereits an. Beim „Tag der lebendigen Emscher“ wurde der Mündungsbereich im Juni 2023 von Forschern untersucht. Rund 600 Arten wurden dabei von den Experten ermittelt, darunter über 300 Pflanzenarten, zirka 30 Makrozoobenthos-Arten (wirbellose tierische Organismen wie Schnecken, Würmer oder Muscheln), über 90 Schmetterlingsarten (Tag- und Nachtfalter, Kleinschmetterlinge), zirka zehn Fisch-Arten, rund 60 Vogel-Arten sowie zahlreiche Amphibien, Reptilien und Säugetiere.


