Die Fraktion Die Linke Dinslaken spricht sich entschieden gegen den Verkauf von Luftfiltern an den Dinslakener Schulen aus. Der Antrag der Partei Die PARTEI, der einen teilweisen Verkauf vorsehe, „basiert auf einer falschen Annahme, die Pandemie sei vorbei“, so die Linke. Diese Sichtweise verkennt die Realität und ignoriert die Notwendigkeit eines nachhaltigen Gesundheitsschutzes in Bildungseinrichtungen“, erklärt Beate Baßfeld, schulpolitische Sprecherin der Fraktion.

Die Nutzung von Luftfiltern in Schulen sei während der Corona-Pandemie von der Mehrheit des Rates als „dringend notwendig“ beschlossen und als effektive Schutzmaßnahme in Dinslakener Bildungseinrichtungen eingeführt worden. Für die Linke sind die Geräte „auch nach der akuten Pandemiephase ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Raumklimas.“ Luftfilter würden „nicht nur zur Reduzierung der Virenlast in Klassenzimmern bei, sondern minimieren auch andere luftgetragene Krankheitserreger wie Influenza- und RSV-Viren“. Dies sei besonders in Schulen wichtig, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen: „Der Weiterbetrieb dieser Anlagen hilft, Infektionswellen einzudämmen und Unterrichtsausfälle zu reduzieren“, so die Linke.

Die Fraktion führt wissenschaftliche Studien an, nach denen eine bessere Luftqualität die Konzentrationsfähigkeit und Lernleistung von Schülerinnen und Schülern steigere. „Neben Krankheitserregern filtern die Geräte auch Feinstaub, Allergene und Schadstoffe, die das Wohlbefinden und die Gesundheit negativ beeinflussen können. Der Erhalt der Luftfilter ist somit nicht nur eine Frage der Infektionsprävention, sondern auch der allgemeinen Gesundheitsförderung“, so die Linke.

Zudem sei die Anschaffung der Luftfilter mit Steuergeldern finanziert worden. „Ein Verkauf, eine kostenlose Abgabe oder eine Stilllegung wäre nicht nur wirtschaftlich unsinnig, sondern auch gesellschaftlich schädlich, da eine nachhaltige Nutzung der Geräte verhindert würde“, heißt es in der Stellungnahme. Denn sollten die Geräte später erneut benötigt werden, wären erhebliche Kosten für eine Neuanschaffung erforderlich. „Statt die Geräte voreilig abzustoßen, sollte in deren Wartung und langfristigen Betrieb investiert werden“. Diese Auffassung teile im übrigen auch die Stadtverwaltung.

Angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Belastung durch Luftverschmutzung und Hitzewellen leisten Luftfilter nach Auffassung der Fraktion Die Linke einen „wertvollen Beitrag zu einem gesunden Raumklima.“ Gerade für Kinder mit Atemwegserkrankungen würden sie einen „wichtigen Schutz“ bieten: „Der langfristige Erhalt dieser Infrastruktur ist somit auch eine Maßnahme zur Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen.“

Die Line setze sich „für eine langfristige Nutzung der Luftfilter ein, um Schüler*innen und Lehrkräfte dauerhaft zu schützen und eine nachhaltige Bildungsinfrastruktur zu gewährleisten“, so Stadverordneter Dieter Holthaus.