In wenigen Wochen jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. In Voerde wird an den 8. Mai seit langem mit einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal Buschmannshof erinnert. Anlässlich des 80. Jahrestages soll sich in Voerde auf einer Strecke von 1,7 Kilometern eine Menschenkette bilden. Dazu lädt ein großer Kreis von Organisatoren unter der Federführung von Marlies Wellmer, frühere Sprecherin der bis 2001 existierenden Friedensgruppe Voerde, und Pastoralreferent Markus Gehling von der Kirchengemeinde St. Peter und Paul Voerde ein.
Für den nahtlosen Lückenschluss müssen etwa 2000 Menschen teilnehmen
Im Vorfeld und auch im Nachgang dieser Aktion, an der etwa 2000 Menschen teilnehmen müssen, damit der nahtlose Lückenschluss auf dem Abschnitt zwischen dem Soldatenfriedhof und dem Mahnmal Buschmannshof gelingt, stehen weitere Veranstaltungen mit Bezug zum Zweiten Weltkrieg und zur NS-Zeit auf dem Programm. Das übergreifende Motto lautet: „Frieden weitergeben“. Theateraufführungen sind dabei ein Teil der Veranstaltungen.
Nach einem ersten Auftritt Mitte Februar ist am Sonntag, 4. Mai, erneut das Figurentheater Töfte in der Stockumer Schule („Stock“) zu Gast. Zu sehen ist an dem Tag „Engel mit nur einem Flügel“. Das Stück von Franz Josef Fendt und Ralf Kiekhöfer für Zuschauerinnen und Zuschauer ab acht Jahren handelt von den Erinnerungen aus der Kindheit des jüdischen Jungen Robert Goldstein im nationalsozialistischen Deutschland. Es beruht auf einer wahren Geschichte.
Mehr aus Dinslaken,Voerde und Hünxe
Alle Nachrichten aus Dinslaken, Voerde und Hünxe lesen Sie hier. +++ Abonnieren Sie unseren Newsletter per Mail oder folgen Sie uns bei Whatsapp, Instagram und Facebook +++
In der Beschreibung des Stückes, das im März 2003 beim 19. Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW in Neuss mit dem Theaterpreis NRW ausgezeichnet wurde und von Puppenspieler Ralf Kiekhöfer auf die Bühne gebracht wird, heißt es: Die Zuschauer begleiten Robert auf seiner Reise in die Vergangenheit. Sie suchen mit ihm seine Lieblingsplätze und Geheimverstecke auf. Sie lernen Lehrer, Mitschüler und Freunde kennen. Sie erleben, wie kleine Anfeindungen sich zu einer großen Ausgrenzung verdichten und müssen erfahren, was es heißt, einen Judenstern zu tragen. Robert und sein Vater werden schließlich in einen Zug Richtung Konzentrationslager gesperrt.

Täglich (außer Samstag)
Dinslaken-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Preisjury des 19. Theatertreffens NRW im Jahr 2003 begründete die Auszeichnung des Stückes „Engel mit nur einem Flügel“ unter anderem damit, dass es „ein schwieriges, riskantes Unterfangen“ sei, das Schicksal eines jüdischen Kindes während der Nazi-Diktatur zu erzählen. Ralf Kiekhöfer meistere es erstaunlich sicher, ohne falsche Töne. Die Geschichte auch heute immer wiederzuerzählen, sei wichtig.
- Die NRZ Dinslaken auf Whatsapp: Hier kostenlos den Kanal abonnieren
- Die NRZ Dinslaken auf Facebook: Hier kostenlos die Seite abonnieren
- Die NRZ Dinslaken auf Instagram: Hier kostenlos die Seite abonnieren
Karten für die Aufführung des Stücks „Engel mit nur einem Flügel“ sind ab sofort zu Preis von sieben Euro im Vorverkauf in der Stockumer Schule (Schafstege 41), bei Mila Becker Buch & Präsent, Bülowstraße 4, in Friedrichsfeld sowie in der Buchhandlung Lesezeit!, Bahnhofstraße 61, in Voerde erhältlich. Die Veranstaltung am Sonntag, 4. Mai, beginnt um 15 Uhr. Einlass ist 15 Minuten vorher.




