Die zum Wochenende kommende Sommerhitze mit Temperaturen über 30 Grad Celsius kann nicht nur Menschen gesundheitlich belasten, sondern auch die Wirksamkeit von Medikamenten deutlich beeinträchtigen. Die Apotheken in Dinslaken, Voerde und Hünxe warnen eindringlich vor falscher Lagerung und betonen die entscheidende Rolle der Apotheken vor Ort: Alle Apotheken seien klimatisiert, damit die Wirksamkeit der gelagerten Medikamente nicht beeinträchtigt wird. Besonders empfindliche Medikamente würden in temperaturüberwachten Kühlschränken gelagert.
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„Arzneimittel und Wärme sind häufig keine gute Kombination“, warnt Lukas Heuking, Sprecher der Apotheken in Dinslaken, Voerde und Hünxe. Besonders empfindlich seien Zäpfchen, Cremes und Salben. Zäpfchen könnten bei Hitze schmelzen und dadurch ihre Wirksamkeit verlieren. Cremes und Salben hingegen würden bei hohen Temperaturen ihre Zusammensetzung verändern, was ihre Qualität und Wirkung beeinträchtigen kann. Vielen Patienten sei nicht bewusst, dass selbst feste Arzneiformen wie Tabletten oder Kapseln bei Temperaturen über 25 Grad an Stabilität verlieren können. Besonders riskant sei dies bei Asthmasprays in Druckgasbehältern. Wenn diese in der Sonne liegen würden, verändert sich ihre Dosierungsgenauigkeit.
Der richtige Sonnenschutz
„Wir raten unseren Patienten, Medikamente an einem kühlen, schattigen Ort zu lagern – oder unterwegs in einer Kühltasche mit Kühlakku. Bitte aber nicht direkt am Kühlpad, da hier die Medikamente zu kalten Temperaturen ausgesetzt werden“, so Apotheker Heuking. Auch die Wirkung der Medikamente im Körper selbst verändere sich bei Hitze. Blutdrucksenker etwa könnten in Kombination mit hoher Außentemperatur den Blutdruck gefährlich weit senken. Schmerz- oder Hormonpflaster geben laut Apotheken bei erhöhter Hauttemperatur mehr Wirkstoff ab, so dass eine Überdosierung drohen kann. Apotheker empfehlen daher, solche Pflaster vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
Einige Medikamente könnten bei Sonneneinstrahlung Hautreaktionen hervorrufen. Dazu zählen unter anderem entwässernde Blutdruckmittel, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac sowie bestimmte Psychopharmaka und Antibiotika. Wer diese Arzneien einnehme, sollte die pralle Sonne möglichst meiden und konsequent Sonnenschutzmittel anwenden. Generell sei Sonnenschutz sehr wichtig. Die persönliche Beratung zum passenden Sonnenschutz, abgestimmt auf Hauttyp, Lebensgewohnheiten und eventuelle Medikamenteneinnahme, schütze nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor möglichen gesundheitlichen Langzeitfolgen.


