Ein Ehepaar aus Voerde wurden am Donnerstag (19. Juni) von zwei bislang unbekannten Tätern ausgeraubt. Sie gaben sich laut Angaben der Polizei als Mitarbeiter des Wasserwerks aus.

Die Täter standen gegen 12.30 Uhr bei dem Ehepaar in einem Mehrfamilienhaus in der Voerde Innenstadt vor der Tür. Die beiden 88-jährigen Eheleute ließen die Täter in Annahme, sie seien tatsächlich vom Wasserwerk, in ihre Wohnung. Danach haben sich die beiden Männer laut Polizei in die Küche und in ins Schlafzimmer aufgeteilt. Das Ehepaar blieb im Wohnzimmer.

Die Polizei sucht nach Zeugen

Nach einigen Minuten kam dem Ehepaar die Situation komisch vor. Der Ehemann sei daraufhin in Richtung Schlafzimmer gegangen und habe gesehen, wie der unbekannte Täter die Schubladen durchsucht habe, so die Polizei weiter. Als der 88-Jährige die Männer ansprach, flüchteten die Unbekannten mit den Wertsachen aus der Wohnung. Entwendet wurden Bargeld sowie Schmuck.

Die Täter können folgendermaßen beschrieben werden: Alter circa 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß, kurze schwarze Haare, normale Figur. Beide trugen schwarze Hose, weiße Hemden, gelbe Warnwesten ohne Aufschrift und Bauarbeiterhelme. Zudem sprachen sie nur gebrochen Deutsch.

Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Dinslaken unter 02064/622-0 zu melden.

So können sich Bürgerinnen und Bürger vor falschen Handwerkern schützen

Die Polizei gibt außerdem Tipps, wie sich Bürgerinnen und Bürger vor falschen Handwerkern schützen können: Zum einen wird geraten, keine Fremden in die Wohnung zu lassen. Die Polizei rät: „Bestellen Sie die Unbekannten zu einem späteren Zeitpunkt wieder und ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.“ Zum anderen solle man nur Mitarbeitende von Handwerksbetrieben oder der Hausverwaltung in die Wohnung lassen, die man auch selbst bestellt hat oder die zuvor von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Gleiches gelte auch für vermeintliches Personal der Stadtwerke.

Zudem rät die Polizei, vor dem Öffnen der Tür immer durch den Türspion oder das Fenster zu schauen, wer vor der Tür steht. Unbekannten solle man nur bei vorgelegtem Sperrriegel öffnen. „Grundsätzlich gilt: Verlangen Sie von Amtspersonen stets den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an“, so die Polizei weiter.

„Lassen Sie sich auch nicht unter Druck setzen. Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe und zögern Sie nicht, wenn Sie verdächtige Fremde im Gebäude beobachten, die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu verständigen.“