Die Ferien sind im vollen Gange, das Wetter ist zwar durchwachsen, aber das trübt nicht die Freude der vielen Kifeta-Kinder bei ihren zahlreichen Abenteuern. Eine der Expeditionen im Rahmen der Dinslakener Kinderferientage führte jetzt nach Hellendoorn. Der gemütliche Familienpark liegt rund 30 Kilometer südöstlich von Zwolle und ist von Dinslaken aus über die A 31 leicht zu erreichen. Rund zwei Stunden dauerte die Fahrt im Bus, bis die Dinslakener Kifeta-Kids und ihre Betreuer Frank Schumann und Claudia Schreiber den Park erreichten und ins große Abenteuer starten konnten.

Die Familien durchstreiften selbstständig den Park, 17 Kids unter zwölf Jahren jedoch gerieten unter die Fuchtel der beiden Betreuer. Was den Kindern wie immer nichts ausmachte. Kein Wunder, stehen diese Ferienfreizeiten der Stadt Dinslaken doch unter dem Zeichen: Die Kinder sollen ihren Spaß haben, es kommt auf sie an und auf das was sie möchten. „Im Rahmen natürlich“, fügt Frank Schumann, Organisator der jährlichen Kinderferientage (Kifeta), hinzu.

Wohin soll es zuerst gehen – nun eigentlich ist das keine Frage: auf die Achterbahn natürlich. Und schon stürmen sie los, die lieben Kleinen, lassen ihre Rucksäcke bei Claudia, erobern die „Balagos“, die orangefarbene Looping-Achterbahn gleich im ersten Bereich des Parks. 370 Meter lang, 22 Meter hoch mit einem Kopfdreher ist sie eher nicht spektakulär außer für die beiden Minis Leonie und Sophie. Mit ihrer Größe von knapp 1,20 Metern, wenn sie sich denn etwas recken und vielleicht noch auf die Zehenspitzen stellen, brauchen sie dennoch auf der Looping-Achterbahn erwachsene Begleitung. Kein Problem, Frank ist ja da. Die siebenjährige Leonie ist begeistert: „Das war so klasse.“

Dann das Pech, rund 30 Minuten stehen sie an für die neue Ritterbahn, eine 420 Meter lange Holzbahn. Doch ein technischer Defekt kommt ihnen in die Quere, also weiter zur nächsten Attraktion. Die fällt leider auch aus, kein Problem, es gibt ja noch vieles zu erleben. Denn in einem Baumstamm den Wasserfall hinunterzustürzen, dazu gehört schon Mut. Und den haben die Dinslakener Kifeta-Kids reichlich. Weithin hörbar sind die begeisterten Schreie beim Sturz in die Tiefe. Und bei dem Schwall Wasser, den sie voll mitbekommen, als sie wieder im seichteren Gewässer landeten. Das gehört eben dazu.
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„Das ist super hier“, verrät dann auch der zehnjährige Kilian. Er ist im zweiten Jahr dabei, hat im vergangenen Jahr schon einige Touren mitgemacht und freut sich auf das, was noch vor ihm liegt. „Hier in Hellendoorn ist es toll. Vor allem begeistern mich das viele Grün und die Blumen, es ist alles so naturnah“, sagt der Junge und beißt herzhaft in eine Gurke.

Die Kinder haben Spaß, man merkt es ihnen an. Unbeschwert und frei die Ferien zu genießen, das sei der Sinn der Kifeta, die es nun bereits im 51. Jahr gibt. Eigentlich wollte die Schreiberin dieser Zeilen die Ausflügler nicht mehr begleiten, hatte im vergangenen Jahr Abschied genommen, darauf wies sie die elfjährige Lina hin. „Ich hatte aber auch geschrieben, sag niemals nie und mir die Option offengelassen“, meinte ich spitzfindig. „Stimmt“, so Lina, „das hatte ich gelesen. Ein guter Satz, den muss ich mir merken.“

Lina fährt seit 2023 mit, ist begeistert von den verschiedenen Parks, von den coolen Attraktionen, aber vor allem gefällt ihr, dass sie so viele unterschiedliche Menschen kennenlernt und sogar in den beiden Jahren dauerhafte Freundschaften geschlossen hat.

Ob auf Dschungelreise in dichter Urwaldkulisse, einem Spaß für die ganze Familie, ob im Reifen über die Stromschnellen gleiten, dabei Wasserfälle umschiffen, im Kettenkarussell seine Runden drehen oder auf einem Elefanten durch die Lüfte reiten – es ist einfach nur herrlich, finden die Dinslakener Ferien-Kids. Quirlig rennen sie von einer Attraktion zur anderen und müssen oft wieder eingefangenen werden. Und letztendlich können sie sogar auf die Holzbahn, die eher unspektakulär war. Lediglich das starke Abbremsen fuhr ihnen in die Knochen.

Und wie fanden es die Familien? „Der Park ist überschaubar, aber schön von den Attraktionen her“, meint Jessica Barnefske. Sie sei erst das zweite Mal mit den Kifeta unterwegs, ihr Mann und ihre Tochter fahren hingegen seit vier Jahren mit. „Meine Familie hat mich überredet mitzukommen. Und da meine Schwester Laura zu Besuch ist, ist die ganze Familie heute hier in Hellendoorn.“ Sie sei nicht so der Achterbahn-Fan, besucht lieber die Tierparks.

Elina und Mia sind mit Mutter Caroline und Oma Ute unterwegs. Das Angebot sei klasse, finden sie, vor allem aber günstig, sodass sich das jede Familie sowie Alleinerziehende leisten könnten. „Der Tag war rundherum schön“, sagt Mutter Caroline. Keine Planung, keinen Stress. Ein Angebot, dass die Stadt bitte noch lange anbieten möge.
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Doch das wird immer schwieriger, denn in der Haushaltssicherung sind freiwillige Leistungen eigentlich nicht erlaubt. Eine Genehmigung des Landrates musste eingeholt werden. Wie es also in den kommenden Jahren aussieht, steht noch in den Sternen. Solche Angebote fördern den Familienzusammenhalt und stärken Kinder in ihrem Selbstbewusstsein.

Die Online-Anmeldung mache es den Familien einfacher, leider aber holten viele Eltern die Karten nicht ab. Eine Art Badetuch-Mentalität, erst einmal buchen, dann schauen, erzählt Frank Schumann. 40 Teilnehmer könnten pro Fahrt mitmachen, das sei Standard. Würden die Karten bis zu einem bestimmten Tag nicht abgeholt, werden sie an andere Familien auf der Warteliste vergeben. Zwar seien jetzt alle Aktivitäten ausgebucht, es lohne sich dennoch für Familien, einfach kurz vorher nachzufragen.


