Mit einigem Abstand hinter der SPD zog die CDU nach der Kommunalwahl 2020 als zweitstärkste Kraft in den Rat der Stadt Voerde ein. Die Christdemokraten halten im Kommunalparlament, das noch bis zum 31. Oktober 2025 amtiert, 13 Sitze. Das sind vier weniger als die SPD. Bald schon steht in den Städten und Gemeinden in NRW der nächste Urnengang vor der Tür. Am 14. September 2025 ist Kommunalwahl, in Voerde treten sechs Parteien und eine Wählergemeinschaft an.

Vor fünf Jahren erlebten die Christdemokraten in Voerde auf zwei Ebenen eine Niederlage: Sowohl bei der Rats- als auch bei der Bürgermeisterwahl hatten sie gegenüber der SPD klar das Nachsehen. Die Sozialdemokraten stellten danach mit Amtsinhaber Dirk Haarmann nicht nur erneut den Bürgermeister, sie gewannen auch die Ratswahl. Die CDU gibt sich für die Kommunalwahl 2025 kämpferisch.

Da werden wir richtig Gas geben.

Für Henning Stemmer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Voerde, beginnt die heiße Phase des Wahlkampfes nach den Sommerferien.

Vor einigen Wochen hat sie dafür ihr Personal bestimmt. Nach den Sommerferien, also knapp drei Wochen vorher, will sie in Sachen Wahlkampf „richtig Gas geben“, wie Henning Stemmer verkündet. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes äußerte sich Ende Juni verwundert über die aus Sicht seiner Partei frühe Plakatierung anderer Wahlkämpfer schon „drei Monate vor der Wahl“. Wer meine, dann schon ins Rennen gehen zu müssen, setze sich „dem Verdacht einer gewissen Nervosität“ aus, meint Stemmer.

Die Christdemokraten haben alle 21 Wahlbezirke mit Direktkandidatinnen und Direktkandidaten besetzt. Diese Frauen und Männer treten im Einzelnen an.

  • Evangelisches Gemeindehaus Götterswickerhamm: Jörg Möllenbeck
  • Regenbogenschule Möllen: Tom Opgenoorth
  • Janusz-Korczak-Schule Möllen: Lisa Thielen-Scheufens
  • Otto-Willmann-Schule: Sebastian Goeke
  • Kita Brunnenweg: Benedikt Werner
  • DRK-Haus: Christoph Kluge
  • Jugendzentrum Voerde: Frank Steenmanns
  • Comenius-Gesamtschule: Jessica Baßfeld
  • Stadtbibliothek Voerde: Bernd Altmeppen
  • Evangelisches Pfarrhaus: Walter Seelig
  • Kindertagesstätte Waymannskath: Ingo Schachta
  • Erich-Kästner-Schule: Henning Stemmer
  • Grundschule Friedrichsfeld: Nicolas Kotzke
  • Kita St. Antonius von Padua: Sven Brügger
  • Kita Am Park: Ines Bußmann
  • Maximilian-Kolbe-Haus: Hasan Gördü
  • Bürgerhaus Friedrichsfeld: Georg Schneider
  • Cafeteria im Hallenbad: Katrin Cornelißen
  • Evangelisches Gemeindehaus Spellen: Jan Langenfurth
  • Schützenhalle BSV Spellen: Ashley Säbsch
  • Gaststätte Haus Wessel: Ingo Hülser

Wer in seinem Wahlbezirk nicht gewinnt, kann noch über die Reserveliste in den Stadtrat einziehen. Je höher die Platzierung, desto größer sind die Chancen dafür. „Der CDU-Stadtverband geht mit seinem Fraktionsvorsitzenden Ingo Hülser auf der Pole-Position in die Kommunalwahl am 14. September“, erklärt Henning Stemmer. Der Parteichef selbst steht auf Platz 2 der Reserveliste. Auf Rang 3 folgt Nicolas Kotzke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Parteivorsitzender für Friedrichsfeld.

Ein Drittel der Voerder CDU-Kandidaten sind neu auf der Liste

Die weiteren 18 Plätze der CDU-Reserveliste besetzen der Reihenfolge nach: Jan Langenfurth (stellvertretender Parteivorsitzender für Spellen), Sebastian Goeke (stellvertretender Parteivorsitzender für Voerde), Walter Seelig, Hasan Gördü, die Parteischatzmeisterin Katrin Cornelißen, Bernd Altmeppen, Frank Steenmanns, Ingo Schachta, Georg Schneider, Jessica Baßfeld, Sven Brügger, Ashley Säbsch, Lisa Thielen-Scheufens, Ines Bußmann, Benedikt Werner, Jörg Möllenbeck, Christoph Kluge und Tom Opgenoorth (mit 21 Jahren der jüngste Kandidat). Ein Drittel der christdemokratischen Bewerber um ein Ratsmandat sind neu auf der Liste, „aber keineswegs Neulinge, denn sie haben schon als Sachkundige Bürger Rathausluft geschnuppert“, erklärt Bernd Altmeppen.

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Den Bürgermeister stellen die Christdemokraten in Voerde bereits seit dem Ausscheiden von Leonhard Spitzer nicht mehr. Sein Nachfolger Dirk Haarmann ist seit elf Jahren Chef im Rathaus und strebt die dritte Amtszeit in Folge an. Ihn fordert neben Jule Schmidt von „Die Partei“ auch Martin Scholz (parteilos) heraus, den die CDU und die FDP als ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten nominiert haben. Der 60-Jährige ist Berufspilot und in Voerde vielfältig ehrenamtlich engagiert – vor allem im Karneval.