Der Sommer bringt Leben in den Garten – nicht nur in Erscheinung von bunten Blumen und saftigem Gemüse, sondern auch in Form lästiger Schädlinge.

Diese Erfahrung muss nun auch eine Facebook-Nutzerin machen: „Wir versuchen seit einer Woche der Lage Herr zu werden“, schreibt sie am 10. August in die Facebook-Gruppe „Dorfplatz-Hünxe“. Und weiter: „Wir haben die kleinen grünen Heuschrecken, die sich größtenteils auf der Blattunterseite aufhalten, leider bewusst viel zu spät wahrgenommen.“ Die Rhododendren in ihrem Garten seien von Rhododendronzikaden befallen, die durch die Übertragung eines Pilzes schließlich die Knospen der Pflanze absterben ließen.

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Viele Schädlinge fühlen sich im Sommer besonders wohl. Durchlöcherter Salat oder absterbende Pflanzen können dann sehr störend werden, denn meist steckt viel Liebe und Zeit im eigenen Garten. Abhilfe können chemische Mittel schaffen, doch die sind oft teuer und belasten dazu die Umwelt. Der Naturschutzbund (Nabu) gibt auf seiner Internetseite daher Tipps, wie man den eigenen Garten auch ohne Chemikalien Laus-, Käfer- und Schneckenfrei halten kann.

Selbstgemachte Jauchen gegen Möhrenfliegen oder Blattläuse

Der Nabu empfiehlt anstelle von Chemikalien die Herstellung von Jauchen aus Pflanzen, wie etwa eine Zwiebel-Jauche gegen Möhrenfliegen. Dafür werden 100 Gramm Zwiebeln kleingeschnitten und mit einem Liter Wasser aufgegossen. Die Mischung muss dann 24 Stunden ziehen und kann dann ein Mal pro Woche unverdünnt auf die betroffene Pflanze gesprüht werden.

Wer Probleme mit Pilzen und Blattläusen im Garten hat, kann 100 Gramm frischen oder 20 Gramm getrockneten Lavendel mit einem Liter Wasser aufgießen und die Mischung drei Tage stehen lassen. Dann kann das Gemisch unverdünnt auf alle Pflanzenteile gesprüht werden.

Generell gegen Schädlinge kann eine Muskatellersalbei-Jauche helfen. Hierfür werden 100 Gramm Blätter der Pflanze mit einem Liter Wasser aufgegossen. Nachdem die Jauche 24 bis 48 Stunden durchgezogen ist, kann sie ebenfalls unverdünnt auf alle Pflanzenteile gesprüht werden.

Kluges Anpflanzen von Lavendel, Dill und Co. kann gegen Schädlinge helfen

Laut Nabu können Pflanzen nicht nur als Jauche helfen, sie können auch taktisch klug im Garten angepflanzt werden und damit Schädlinge fernhalten.

Mit Dill gegen Kohlweißlinge und Blattläuse

Die ätherischen Öle der Dillpflanze können demnach Kohlweißlinge und Blattläuse sowie Möhrenfliegen und Schädlinge an Zwiebeln abschrecken. Dringend aufpassen sollte man aber, wenn man Fadenwürmer an seinen Kartoffeln hat: denn diese mögen Dill besonders gern und bleiben dann sogar erst Recht im Beet.

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Die „Studentenblume“ gegen Fadenwürmer

Besser geeignet für Probleme mit Fadenwürmern ist die Tagetes: Eine Blume, die Fadenwürmer erst anlockt und dann durch giftige Stoffe in der Wurzel abtötet. Sie wirkt dadurch gegen Fadenwürmer an Möhren, Zwiebeln oder Sellerie. Der Nabu weißt aber darauf hin: Ihre Wirkung entfaltet die Tagetes erst, wenn sie mindestens drei Monate eingepflanzt ist. Auch bei Schnecken kann die Blume helfen. Pflanzt man sie um den Salat herum, bedienen sich die Schnecken an ihr und bleiben vom Salat fern.

Lavendel kann als Rosen-Schutz dienen

Wer seine Rosen vor Blattläusen oder Pilzen wie Mehltau schützen will, kann laut Nabu zum Lavendel greifen. Damit hilft man nicht nur seinen Rosen, sondern kann gleichzeitig auch Bienen einen Gefallen tun.

Kapuzinerkresse hält Wühlmäuse und Ameisen fern

Durch ihre Senföle hilft die Kapuzinerkresse gegen Pilze an Tomaten, Ameisen und weiße Fliegen. Die herbe Pflanze hält außerdem Wühlmäuse und Raupen von den Pflanzen fern. Dafür mögen Schnecken die Kresse besonders gern - lenkt sie also vom Rest des Beetes ab.