An diesem letzten Sonntag im August hieß es, Abschied zu nehmen. Nach vielen Jahren in Dinslaken wurde mit einem Hochamt in der Kirche St. Marien und einem Empfang im St. Barbara-Haus Pfarrer Barthel Kalscheur verabschiedet.
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Vor 13 Jahren, im März 2012, kam Kalscheur nach Dinslaken. Die erste Veränderung trat fünf Jahre später ein: 2017 wurde er zunächst Pfarrverwalter und ein Jahr später leitender Pfarrer in der Katholischen Kirchengemeinde St. Vincentius.
Es waren für die Katholische Kirche keine einfache Zeit
In den vergangenen Jahren hatte es die Katholische Kirche nicht leicht. Es gab den Rückgang der Gottesdienstbesucher, die vielen Kirchenaustritte und einen Rückgang bei den Messdienern. Diese Gruppe hat sich nach der Corona-Pandemie fast komplett aufgelöst. Und das ist das Problem, dass kaum noch jemand Pfarrer werden möchte. So ist es immer schwieriger, Pfarrstellen zu besetzen. „All das sind Phänomene, die nicht nur mir, sondern allen zu schaffen machen, die Kirche als einen lebendigen Glaubens- und Lebensraum sehen“, so Kalscheur in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der Pfarrnachrichten.

Nach dem Weggang von Pfarrer Barthel Kalscheur sind Thomas Berger als Pfarrverwalter, Werner Laslop und Michael Prinz als Priester in St. Vincentius tätig. Aus Sicht von Kalscheur sei eine baldige Neubesetzung der Pfarrstelle wichtig. Und ohne die Hilfe von Diakonen, von Helferinnen und Helfern bei den Wort-Gottes-Feiern wäre die Situation an den Sonntagen schon jetzt mehr als traurig, so der scheidende Pfarrer. Mit dem Johannahaus als neues Glaubens- und Lebenszentrum habe man einen Ort, an dem das kirchliche Gemeindeleben und die Stadtgesellschaft zusammengeführt werden kann.
Kalscheur verlässt Dinslaken in Richtung Rheine. Die Jahre in der Gemeinde St. Vincentius werde er im Herzen mitnehmen.



