Das Ergebnis stand gegen 21.40 Uhr fest. Doch wie die Sitzverteilung im neuen Voerder Rat aussieht, entscheidet sich erst in der Sitzung des Wahlausschusses. Dann steht auch erst fest, ob dem neuen Rat 42 oder 44 Mitglieder angehören.

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Klar ist, dass die SPD die meisten Direktmandate gewonnen hat. Bislang haben nur drei CDU-Kandidaten ihren Wahlbezirk gewinnen können: Georg Schneider, Jan Langenfurth und Ingo Hülser. Für die SPD haben sie das Direktmandat geholt: Greta Rühl, Doris Lemm, Henning Kapp, Holger Mrosek, Ulrich Neßbach, Bastian Lemm, Christian Reselski, Ulrike Schwarz, Mark Sarres, Stefan Schmitz, Daniela Glasen, Stefan Weltgen, Fabian Merker, Tanja Kolbe, Marie Schindler und Ines Hickl.

Anfang November findet die konstituierende Sitzung des Rates statt

Kurios ist es im Wahlbezirk 110 Ev. Pfarrheim. Nach der Auszählung der Stimmen gab es hier eine Stimmengleichheit. Sowohl für die CDU als auch für die SPD stimmten 37,29 Prozent der Wähler. In realen Zahlen ausgedrückt: 402 Stimmen.

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So geht es weiter: Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage der NRZ mitteilt, wird der Wahlausschuss, der am Dienstag, 16. September, ab 17 Uhr tagt, per Losverfahren bestimmen, welcher Kandidat das Direktmandat erhält und in den Stadtrat einzieht. Je nach Losentscheid werden es künftig 42 oder 44 Ratsmitglieder sein.

So schnitt die AfD in Voerde bei der Ratswahl ab

Erstmal trat bei einer Kommunalwahl die AfD in Voerde an. In neun Wahlbezirken gab es auf dem Stimmzettel für die Ratswahl einen AfD-Direktkandidaten. Das niedrigste Ergebnis mit 15,24 Prozent der Stimmen stand am Ende der Auszählung im Wahlbezirk 20 (Regenbogenschule). Gleich in vier Wahlbezirken bekam die AfD mehr als 20 Prozent der Stimmen. Die Ergebnisse schwanken zwischen 20,36 (WB 180: Maximilian-Kolbe-Haus) und 26,06 Prozent (WB 70: DRK-Haus). In keinem Wahlbezirk holte die AfD die meisten Stimmen. Im Gesamtergebnis der Ratswahl kommt die Partei auf 7,64 Prozent. Da die Partei kein Direktmandat erringen konnte, werden dem neuen Rat wahrscheinlich drei Mitglieder der AfD angehören.

Dirk Haarmann gewinnt die Bürgermeisterwahl

Ob bei der Rats- oder bei der Bürgermeisterwahl, die SPD hatte stets die Nase vorn. Amtsinhaber Dirk Haarmann setzte sich klar gegen die beiden anderen Bewerber um den Chefposten im Rathaus durch. Am Ende standen bei Haarmann 62,99 Prozent der Stimmen. Der von CDU und FDP unterstützte Kandidat, Martin Scholz (parteilos) bekam 28,07 Prozent der Stimmen. Für Jule Schmidt, die für die Partei „Die Partei“ antrat, stimmten 8,94 Prozent der Wahlberechtigten.

Sein Wunsch sei es gewesen, auf über 60 Prozent zu kommen, so Haarmann. Und das ist ihm gelungen. Vor fünf Jahren gewann er die Bürgermeisterwahl mit 66,64 Prozent der Stimmen. Auch damals setzte er sich deutlich gegen den Kandidaten der CDU durch.

Ganz unentspannt sei er aber in den vergangenen Wochen nicht gewesen. Es habe ein paar Themen gegeben, die sich auf das Wahlergebnis hätten auswirken können. „Ich bin immer guten Mutes gewesen, dass andere Themen wichtiger sind, dass für viele Menschen der Logistikpark nicht das wichtigste Thema war“, so Haarmann. Er habe im Wahlkampf festgestellt, dass es den Menschen um bezahlbaren Wohnraum gehe, um die Lebenssituation älterer Menschen und um die Situation junger Familien. Das Ergebnis sei eine Bestätigung seiner Arbeit in den vergangenen elf Jahren. Montag werde er ein bisschen später ins Rathaus kommen. Dann gehe es aber direkt daran, die konstituierende Sitzung des Rates vorzubereiten.

Hier war die SPD besonders stark, dort die CDU

Mit fast allen Ergebnissen kann die SPD zufrieden sein. Nur zweimal blieb man unter 30 Prozent. Im WB 230 (Gaststätte Haus Wessel) lag man mit 21,5 Prozent hinter der CDU, die hier 52,92 Prozent der Stimmen bekam. Im WB 190 (Bürgerhaus Friedrichsfeld) errang die SPD 28,35 Prozent, die CDU 42,41 Prozent. Die meisten Stimmen gab es für die SPD im WB 10 (Ev. Gemeindehaus): 53,86 Prozent der Wähler machten hier ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten.

In drei Wahlbezirken bekamen die AfD-Kandidaten mehr Stimmen als die Kandidaten der Christdemokraten. Das ist im WB 20 (Regenbogenschule) der Fall: 12,93 Prozent CDU und 25,49 Prozent AfD, im WB 70 (DRK-Haus): 14,87 Prozent CDU und 26,08 Prozent AfD, im WB 120 Kindertagesstätte): 17,52 Prozent CDU und 25,29 Prozent AfD.

So fiel das Ergebnis für Bündnis90/Die Grünen aus

Im Vergleich zur Wahl im Jahr 2020 haben Bündnis90/Die Grünen Verluste hinnehmen müssen. Kam die Partei für fünf Jahren auf insgesamt 13,09 Prozent der Stimmen, sind es am Sonntag nur noch 8,89 Prozent gewesen. In sechs der 21 Wahlbezirke gab es für die Grünen mehr als zehn Prozent. Das Ergebnis schwankt hier zwischen 12,75 und 10,21 Prozent. Das niedrigste Ergebnis gab es mit 6,28 Prozent im WB 20, das höchste mit 12,75 Prozent im WB 200 (Cafeteria).

Das Gesamtergebnis der Ratswahl

Das Gesamtergebnis sieht so aus: SPD 40,67 Prozent (6744 Stimmen, 2020: 38,29 Prozent), CDU 27,58 Prozent (4573, 2020: 29,49 Prozent), Bündnis90/Die Grünen 8,89 Prozent (1474 Stimmen, 2020: 13,09 Prozent), FDP 4,61 Prozent (764 Stimmen, 2020: 5,65 Prozent), Die Partei 5,17 Prozent (857 Stimmen/2020: 5,49 Prozent), Wir Voerder (WV) 5,45 Prozent (903 Stimmen, 2020: 4,31 Prozent) und AfD 7,64 Prozent (1266 Stimmen)