An Halloween verwandelt sich das Mehrfamilienhaus an der Weseler Straße 3, in dem Tanja (43) und Carsten (51) Arndts leben, in ein wahres Gruselhaus. Spinnenweben, Skelette und gruselige Gestalten zieren dann nicht nur die Balkone, sondern auch den Vorgarten und den Hof. Zwar ist es noch etwas länger als einen Monat hin, bis Halloween vor der Tür steht. Doch die Voerder stecken schon mitten in den Vorbereitungen für ihre diesjährige Gruseldeko. Schon jetzt verrät das Paar: „Dieses Jahr haben wir nochmal mehr vor, als in den Vorjahren.“
- Die NRZ Dinslaken auf Whatsapp: Hier kostenlos den Kanal abonnieren
- Die NRZ Dinslaken auf Facebook: Hier kostenlos die Seite abonnieren
- Die NRZ Dinslaken auf Instagram: Hier kostenlos die Seite abonnieren
Angefangen hatte alles noch vor Corona. „Wir saßen mit unseren Nachbarn am Lagerfeuer, haben Süßigkeiten verteilt und mit unseren Kindern Gespenster gebastelt“, erinnert sich Tanja. Von da an habe alles seinen Weg genommen. „Wir haben erstmal damit angefangen unsere Wohnung zu schmücken, dann kam unser Balkon und der Hausflur dazu“, so Carsten.
Über die Jahre kam immer mehr Halloween-Deko für ihr Gruselhaus in Voerde zusammen
Schließlich fing das Ehepaar auch damit an, das gesamte Wohnhaus zu schmücken – ihre Nachbarn hätten damit kein Problem gehabt. „Sie sind alle mit an Bord und fragen uns auch jedes Jahr, ob wir ihren Balkon wieder mit schmücken können“, erzählt Carsten. Step für Step sei immer mehr Dekoration dazu gekommen, so viel, dass Tanja und Carsten mittlerweile auch den Vorgarten, ihre Garage und den Hof mit in ihr Konzept einbeziehen.
Aktuelles aus Dinslaken und Umgebung
Dinslaken: Einbrecher spionieren Häuser aus – worauf man achten soll
Dinslaken: Larissa leidet an seltener Krankheit – „hatte sehr viel Glück“
Hünxe: Traditioneller Weihnachtsmarkt in Krudenburg: Was Besucher erwartet
Voerde: Wichtige Ampel für Einmündung Breiter Deich: Wann der Bau starten soll
Dinslaken/Voerde/Hünxe: Geht den Betrieben in den drei Kommunen der Nachwuchs aus?
„Wir haben einfach super viel Spaß daran. Mittlerweile ist es auch schon wie eine Sucht, man steigert sich immer mehr von Jahr zu Jahr“, so das Paar. Und was haben die Beiden in diesem Jahr alles geplant? „Wir werden das gesamte Haus, den Vorgarten bis hin zum Hof, Hinterhof und Keller schmücken“, verrät Carsten. Dabei wird es verschiedene Themenbereiche geben. „Uns ist dabei aber eines besonders wichtig: Wir dekorieren das Haus zwar gruselig, aber wir machen eben keinen Horror. Schließlich wollen wir den Kindern keine Angst machen. Ganz im Gegenteil, wir wollen ihnen eine Freude bereiten.“
Vor dem Mehrfamilienhaus in Voerde soll zu Halloween ein Folter- und Rummelbereich entstehen
Vor dem Mehrfamilienhaus wolle das Paar einen kleinen Folterbereich aufbauen. Im Vorgarten soll aber auch noch ein Rummelbereich entstehen. Von dort aus geht es Richtung Hof, „da werden wir einen Hexenbereich errichten“, so Tanja. Erstmalig wird es in diesem Jahr in ihrer Garage auch einen Kleinkindbereich geben. „Da wird es dann Aufblasfiguren, Geister und Luftballons geben – also Dekoration, die für kleine Kinder geeignet ist und die ihnen auch kleine Angst machen soll“, betont Tanja.

Das Paar baue aber auch ein Zelt im Hof auf, „darin wird es nochmal eine Art Folterbereich mit Galgen und elektrischem Stuhl geben“, ergänzt Carsten. Im Hinterhof werden Besucherinnen und Besucher dann einen Friedhof mit Grabsteinen finden und ein Labyrinth. Die ganz mutigen haben außerdem noch die Möglichkeit, über den Hinterhof die Treppe runter in den Keller zu gehen. Auch dort haben sich Tanja und Carsten etwas Besonderes überlegt. „Im Keller entstehen mehrere Themenbereiche in einem Raum“, erzählt Carsten. Die Dekoration steht auch bereits.
Es ist immer wieder schön zu sehen, dass jeder, der hier vorbeikommt und sich das Haus anschaut, mit einem Lächeln wieder geht.
Carsten Arndts
Schon beim Betreten des Kellers wird man von den ersten gruseligen Gestalten begrüßt. Vorbei geht es an einem alten Sarg, aus dem ein Skelett herausblickt, bevor man dann schon auf die nächste Figur trifft. Eine Gestalt mit Maske, die ein Messer in der Hand hält und eine Axt am Kettengürtel trägt. Daneben befindet sich direkt der Grabstein von Dracula. Und dann geht es schließlich in den eigentlichen Kellerraum. „Hier haben wir einen Friedhof, einen Horrorzirkus und einen Friedhof der Kuscheltiere errichtet“, so Carsten.

Täglich (außer Samstag)
Dinslaken-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Es finden sich zahlreiche Figuren in dem Raum, unter anderem eine Figur mit schwarzem Umhang und Kürbisgesicht, ein Skelett in einem Vogelkäfig, eine Saw-Figur auf einem Dreirad oder auch ein Hexenkessel, in dem sich ein Skelett befindet, das sich dreht. Schwarzlicht, verstaubte Flaschen, Spinnenweben, verrostete Kerzenständer und auch eine Nebelmaschine machen das ganze noch schauriger. An den Wänden befinden sich zudem mehrere Banner, die Totenköpfe, schaurige alte Fenster sowie Clowns zeigen. Die meiste Dekoration ist von Carsten und Tanja selbst gebaut, nur vereinzelt finden sich animierte Figuren, die die Beiden gekauft haben.

Aber warum macht das Paar das Ganze überhaupt? „Wir wollen den Leuten eine Freude bereiten“, betont das Paar. „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass jeder, der hier vorbeikommt und sich das Haus anschaut, mit einem Lächeln wieder geht.“ Carsten erinnert sich auch noch an einen ganz besonderen Moment: „Wir hatten mal eine ältere Dame mit Rollator hier, die sich unseren Friedhof angeschaut hat. Sie meinte dann: ‚Euer Friedhof ist lustig, hier könnt ihr mich auch begraben‘. Ihr Lächeln zu sehen, das ist wirklich das, worauf es uns ankommt.“
Bis Halloween möchten Tanja und Carsten aus Voerde 800 Süßigkeitentüten gepackt haben
Noch sind es etwa sechs Wochen bis Halloween. Bis dahin haben Tanja und Carsten noch einiges zu tun. Zwar steht die Deko im Keller bereits, alles andere müsse aber noch aufgebaut werden. Auch die insgesamt 800 Süßigkeiten-Tüten müssen noch fertig gepackt werden, bisher haben die Voerder rund 300 Tüten fertig. Darin sind Bonbons, ein Lolli und ein Geister-Schlüsselanhänger.
Auch interessant
„Unser Ziel ist es, am 31. Oktober bis etwa 13/14 Uhr fertig zu sein. Dann haben wir noch genügen Zeit, uns fertig zu machen, bevor wir ab 17 Uhr dann alle Besucher empfangen“, so das Paar. Manche würden auch extra von weiter weg anreisen, um sich das Gruselhaus anzuschauen. „Wir hatten schon Leute aus Köln, Mönchengladbach oder auch Kamp-Lintfort hier.“
Eine Woche nach Halloween findet dann der Abbau der Deko statt. Doch Halloween ist für Tanja und Carsten dann noch lange nicht vorbei. Schließlich beginnen sie direkt wieder zu überlegen, was es im kommenden Jahr alles geben soll.






