Bei der Stichwahl am Sonntag, 28. September, entscheidet sich, ob Simon Panke (SPD) oder Dominik Bulinski (CDU) den Chefposten im Dinslakener Rathaus bekommt. Bei einer Wahlnachlese haben sich beide Kandidaten den Mitgliedern von Bündnis90/Die Grünen präsentiert. Am Ende zogen die Parteisprecher Beate Stock-Schröer und Niklas Graf dieses Fazit.

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„Beide Bürgermeisterkandidaten haben die Mitglieder bei der Versammlung am Mittwoch, 17. September, davon überzeugen können, dass mit Ihnen eine lösungsorientierte, kooperative und respektvolle Zusammenarbeit bei uns wichtigen Themen im künftigen Rat möglich ist“, so Beate Stock-Schröer. Beide würden fachliche Eignung und persönliches Engagement mitbringen, um Dinslaken in eine positive Richtung zu gestalten. Bei der Mitgliederversammlung wurde deutlich: „Beide sind geeignet, die Verwaltung engagiert und fachlich zu leiten sowie im Rat für eine sachliche Diskussionskultur in Zusammenarbeit mit den demokratischen Kräften im Sinne unserer Stadt umzusetzen.“

Wir werden mit dem zukünftigen Bürgermeister daran arbeiten, unsere Stadt und unsere offene Gesellschaft gegen die Feinde der Demokratie auch auf kommunaler Ebene zu verteidigen und gleichzeitig den Weg aus der schwierigen Haushaltslage heraus gemeinsam zu meistern.

Niklas Graf nach dem Gespräch mit den Bürgermeisterkandidaten

Sowohl mit Simon Panke als auch mit Dominik Bulinski sei aus Sicht der Grünen eine konstruktive Zusammenarbeit möglich. Dazu Niklas Graf, Sprecher des Ortsverbands: „Für uns als Grüne ist klar: Das Wohl unserer Stadt und ihrer Menschen steht an erster Stelle. Wir sind bereit, nach dem fairen Wahlkampf, der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit und den sehr entgegenkommenden Aussagen auf unserer Mitgliederversammlung, mit beiden Kandidaten konstruktiv zusammenzuarbeiten – unabhängig vom Ausgang der Stichwahl.“

Dabei würde man die eigenen Inhalte und Werte mit Nachdruck vertreten und sich weiterhin für ein ökologisch nachhaltiges, sozialgerechtes und demokratisch starkes Dinslaken einsetzen. Gerade in Zeiten, in denen antidemokratische Strömungen stärker werden, brauche es den Zusammenhalt unter den demokratischen Parteien.

So hat sich die Partei „Die Partei“ festgelegt

Auf die Frage, welchen Kandidaten sie empfehlen würden, antwortete die Partei „Die Partei“ so: „Die Leibspeise von Herrn Bulinski, Himbeereis, dann auch noch zum Frühstück, hat uns nicht überzeugt und treibt höchstens kurzfristig den Zuckerspiegel hoch. Da gibt es weitaus gesündere und nachhaltigere Rezepte aus Dinslaken für Dinslaken. Und die hat definitiv der andere Kandidat. Der weiß zudem, was der hiesigen Bevölkerung schmeckt - er kommt schließlich von hier. Viel Erfolg, Simon Panke.“

Das ist die Stellungnahme der UBV zur Stichwahl zwischen Panke und Bulinski

Die UBV wird keine Wahlempfehlung für einen der beiden verbliebenen Kandidaten abgeben. So beginnt die Stellungnahme der Wählergemeinschaft. „Als unabhängige Wählergemeinschaft ist es für uns ein Grundprinzip, den Wählerinnen und Wählern die freie Entscheidung zu überlassen, ohne parteipolitische Vorgaben oder strategische Bündnisse. Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden, wer das Amt des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin am besten ausfüllen kann“, heißt es dann weiter. Diese Unabhängigkeit sei Teil der politischen DNA der UBV und werde von den Mitgliedern und Unterstützern auch ausdrücklich gewünscht. Und: „Dennoch hoffen wir auf eine hohe Wahlbeteiligung und auf eine faire und respektvolle Auseinandersetzung in der verbleibenden Zeit bis zur Stichwahl. Denn es geht um das wichtigste Amt unserer Stadt.“

AWG appelliert an den neuen Bürgermeister: „Wir brauchen einen Kickstart“

Die AWG setzt auf Ehrlichkeit und Transparenz und rufen die Dinslakener auf, am Sonntag wählen zu gehen und ihre Stimme ihrem Favoriten zu geben. „Wir als AWG verzichten bewusst darauf, einen konkreten Kandidaten zu benennen.“ Als Grund wird in der Stellungnahme die Konstellation im neuen Rat, die bereits klar sei, angegeben. Mit 20 Mandaten der SPD und 13 Mandaten der CDU verfügten diese beiden Fraktionen zusammen über eine stabile Mehrheit im 60-köpfigen Stadtrat. Deshalb würden sie für eine Zusammenarbeit keinen weiteren Zuspruch von außen benötigen.

„Ganz gleich, wer Bürgermeister wird, das Regieren in Dinslaken wird stets ein Kompromiss zwischen SPD und CDU erfordern. Schon jetzt vor der Wahl ist damit absehbar, dass der künftige Bürgermeister auf diese Mehrheitsverhältnisse Rücksicht nehmen muss“, so die AWG. Als Wählergemeinschaft könne man deshalb nur an den kommenden Bürgermeister appellieren: „Wir stehen für eine ehrliche und transparente Politik. Wer auch immer das Amt übernimmt, sollte sich daran erinnern, dass Vertrauen nur durch Offenheit und das Einlösen von Versprechen entsteht. Auch die kleineren Parteien haben gute Ideen ‒ und diese verdienen Gehör, wenn wir Dinslaken gemeinsam voranbringen wollen. Es ist nicht Zeit für einen Neustart, denn die Stadt funktioniert noch – wir brauchen einen Kickstart – Jetzt!“, so der AWG-Pressesprecher Ali Acabuga.

FDP sieht bei beiden Kandidaten Vor- und Nachteile

Wie die FDP Dinslaken mitteilt, gibt es für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 28. September, ausdrücklich keine Empfehlung ab. „Wir sehen bei beiden Kandidaten Vor- und Nachteile, ohne dass diese in der einen oder anderen Richtung überwiegen würden“, so Gerald Schädlich.