In einen Anlaufpunkt für die Menschen will der Caritasverband die St.-Jakobus-Kirche verwandeln. Gemeinsam mit der Grundschule und dem Kindergarten soll sie ein lebendiges Quartier bilden. Zudem soll die Kirche, die vor einigen Wochen entwidmet worden ist, als Zentrum für Menschen seelischen Erkrankungen genutzt werden. Doch um diese Pläne auch umsetzen zu können, benötigt die Caritas Unterstützung. Zum Beispiel vom Landrat Ingo Brohl, der am Montag nach Dinslaken gekommen war, um sich über das Projekt zu informieren.
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Das Areal an der Theresienstraße wird zu einem Treff- und Anlaufpunkt für alle Menschen ausgebaut. Dabei wird ein kleiner Teil auch weiterhin der kirchlichen Nutzung vorbehalten sein. Schwerpunkt wird ein Zentrum für seelische Gesundheit sein. Künftig werden in St. Jakobus Menschen zusammengeführt, die in Not sind. Sie werden ambulant oder teilstationär versorgt. Vorgesehen ist es, im Kirchenschiff Wohnungen einzurichten. So wolle man den heute gültigen Standard umsetzen, so Caritasdirektor Michael van Meerbeck. Zu jedem Wohnraum gehöre dann auch ein Badezimmer.

Der Caritasverband wartet nun auf die Baugenehmigung, wie Michael van Meerbeck erklärte. Doch der Wohlfahrtsverband benötigt auch die Hilfe des Landrats, um zum Beispiel den Landschaftsverband Rheinland (LVR) von den Plänen zu überzeugen. Mit den Plänen können man dafür sorgen, dass die Kirche vor Ort bleibe. Und man wolle sich in den Sozialraum öffnen. Ein Café soll eröffnet werden, soll als Treffpunkt für die Menschen im Quartier dienen. Und es sei gleichzeitig eine Möglichkeit für die Menschen, die dort wohnen und von der Caritas betreut werden, sich zu beschäftigen. Zudem sind kleine Werkstätten geplant, in denen die betreuten Personen mit Menschen aus dem Quartier zusammen arbeiten können. „Es fehlen Gemeinschaftsräume, wo sich Menschen treffen können“, meint der Caritasdirektor. Diese Lücke wolle man mit den Jakobus-Plänen schließen.
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Landrat Ingo Brohl kündigte an, die Caritas unterstützen zu wollen. Die Umnutzung der Jakobus-Kirche sei eine charmante Idee, damit bleibe Kirche im Mittelpunkt eines Quartiers. Das Gebäude sei so weiterhin ein sichtbares Zeichen. Und das Caritas-Vorhaben mache deutlich, dass Kirche für den Nächsten da sei. Und er zollte dem Caritasverband Respekt. Es sei mutig, ein solches Projekt anzugehen. Es zeige aber auch, dass man stark sei und man es schaffe, solche großen Projekte umzusetzen.






