Dinslaken hat den Neustart gewählt. Der Slogan, den Simon Panke für seinen Wahlkampf gewählt hatte, ist offenbar bei den Wählern sehr gut angekommen. Damit hat er die Stimmung innerhalb der Stadt richtig eingeschätzt. Die Wähler wollten eine Veränderung, das haben sie schon vor 14 Tagen so entschieden. Und mit seiner Kampagne hat der SPD-Mann auch viele erreicht, die sich vielleicht sonst nicht mit Kommunalpolitik beschäftigen: jüngere Wähler.

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Der Kandidat hat in den vergangenen Wochen aber nicht nur gepunktet, weil er alles, was in den vergangenen fünf Jahren gemacht worden ist, schlecht gemacht hat. Er hat sich eigene Themen gesucht und gefunden. Der 39-Jährige hat auch durch Äußerungen zu bestimmten Themen auf sich aufmerksam machen können. Und er hat zum Beispiel beim Thema Barmingholten gezeigt, dass er zuhört, dass er bereit ist, seine Meinung zu revidieren.
Eines haben die beiden Wahltage auch gezeigt. Dinslaken ist weiterhin eine Stadt der Sozialdemokratie. Ein Abstrafen der SPD haben viele erwartet. Die Dinslakener haben anders entschieden. Im Rat bleibt die SPD die stärkste Fraktion, hat fast alle Direktmandate geholt und mit Simon Panke stellen sie wieder den Bürgermeister. Das ausgesprochene Vertrauen muss in den nächsten fünf Jahren zurückgezahlt werden.
Der Wahlkampf ist nun vorbei, die Stimmen ausgezählt und Simon Panke hat dank des Ergebnisses ein gutes Fundament für seine Amtszeit als Bürgermeister. Und er hat mit der SPD-Fraktion eine Hausmacht, die er nutzen kann, um die Probleme der Stadt zu lösen. Und davon gibt es einige: Schnell muss das Haushaltskonsolidierungskonzept auf den Weg gebracht werden. Bei der Wirtschaftsförderung muss etwas geschehen. Und er muss beweisen, dass er mit einem 60-köpfigen Stadtrat klarkommt.
Es gibt sehr viel zu tun, da hat Amtsinhaberin Michaela Eislöffel vollkommen recht. Wenn Simon Panke weiter so agiert, wie im Wahlkampf, kann es ihm gelingen, kann er gemeinsam mit dem Stadtrat die Entscheidungen herbeiführen, die gut für Dinslaken sind. Mit der CDU hätten die Sozialdemokraten eine Mehrheit im Stadtrat. Nun muss es dem Wahlsieger Panke gelingen, den Wahlverlierer für sich zu gewinnen.





