Schon wieder ist es passiert: Erneut ist in Dinslaken ein Firmenwagen aufgebrochen worden. Das zumindest schreibt ein Facebook-Nutzer zu einem Bild, das er in der Gruppe „Dinslaken - aktuell“ teilt. Darauf zu sehen, ist die offen stehende Beifahrertüre eines weißen Transporters. Kleine Scherbensplitter liegen auf dem Sitz und im Fußraum verteilt: Die Scheibe wurde eingeschlagen.

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Er erklärt dazu, dass am Mittwochvormittag, 24. September, sein „Firmenwagen auf der Hagelstraße in Dinslaken auf dem Parkplatz hinterm Alt Stapp in den Rheinauen aufgebrochen“ wurde. „Unglaublich sowas“, kommentiert jemand dieses Foto. Doch so unglaublich ist es leider gar nicht, denn: Es ist nicht der erste Fall dieser Art im September.

Aufbrüche von Firmenwagen in Dinslaken: Ähnliche Vorfälle bereits Anfang September 2025

Anfang des Monats konnte die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen, die im Verdacht stehen, in der Nacht vom 3. auf den 4. September, zwei Firmenfahrzeuge aufgebrochen und hochwertiges Werkzeug gestohlen zu haben. Die beiden Taten ereigneten sich an der Gertruden- und der Hedwigstraße in Dinslaken. Was an den beiden 17 und 21 Jahre alten Tatverdächtigen auffällig ist: Laut Polizei seien sie nämlich bereits mit ähnlichen Taten in anderen Städten polizeilich in Erscheinung getreten.

Besteht also möglicherweise auch jetzt ein Zusammenhang zwischen den Aufbrüchen im Dinslakener Bruch und dem in Eppinghoven? Henner Störmer von der Pressestelle der Polizei im Kreis Wesel verneint das auf Nachfrage dieser Redaktion. Oft aber werden Zusammenhänge von Taten aus ermittlungstaktischen Gründen auch nicht öffentlich gemacht. In diesem Fall erklärt der Sprecher aber auch: Der Polizei sei an der Hagelstraße nur ein Fall im selben Zeitraum, den auch der Facebook-Nutzer nennt, bekannt. Hierbei habe es sich aber um den Aufbruch eines privaten Pkw gehandelt.

Dennoch erklär Störmer auch, dass es in den vergangenen Sommermonaten häufiger zu Aufbrüchen von Firmenwagen im Kreis Wesel gekommen sei. „Handwerker-Fahrzeuge, die nicht auf dem Firmenhof parken, sind in den vergangenen Monaten immer häufiger Ziel von Dieben geworden.“

Handwerker-Fahrzeuge, die nicht auf dem Firmenhof parken, sind in den vergangenen Monaten immer häufiger Ziel von Dieben geworden.

Henner Störmer, von der Pressestelle der Polizei im Kreis Wesel

Neben den Fällen in Dinslaken zählt er weitere Taten in Moers und Neukirchen-Vluyn auf. Bei diesen Vorfällen gebe es auch Anhaltspunkte, die einen „Zusammenhang erkennbar“ machen. Im Zuge der Taten in Moers und Neukirchen-Vluyn hat die Kreispolizei Wesel sogar in den sozialen Medien Tipps gegeben, wie Unternehmer ihre Fahrzeuge sicherer machen. Dabei seien vor allem die Firmeninhaber gefragt, betont Störmer.

Aufbrüche von Firmenwagen in Dinslaken: So können Unternehmen sich schützen

In dem Beitrag bei Facebook zählt die Polizei unter anderem folgende Sicherheitsvorkehrungen auf, die Unternehmer umsetzen könnten, um die Fahrzeuge sicherer zu machen: „Alarmanlagen mit Bewegungssensoren verbauen, Nutzen von Metallgittern im Fahrzeuginneren, Ortungsgeräte an Werkzeugen, zusätzliche Schlösser und Sicherungen für Werkzeuge mit fest verbauten Fahrzeugteilen.“

Die „beste Variante“ wäre es natürlich, teure Werkzeuge erst gar nicht unbeaufsichtigt im Auto zu lassen, rät Polizeisprecher Störmer. Doch ihm sei auch klar, dass es natürlich Arbeitsmittel gibt, „die ich nicht jedes Mal so leicht wieder ein- und auspacken kann“. Doch er hat auch noch einen weiteren Tipp: „Vielleicht kann man das Auto vor dem Wohnhaus abstellen. Im Fall der Fälle bekommt man da eher etwas mit, als wenn man den Wagen in der dunkelsten Ecke parkt.“