Der Vorwurf allein ist schon schrecklich: Ein 47-jähriger Mann aus Dinslaken soll seine eigene Tochter sexuell missbraucht haben. Die schiere Anzahl der Fälle aber macht das Geschehen noch grausamer: In 21 Fällen soll der Dinslakener entsprechende Taten begangen haben. Deswegen verwies das Amtsgericht in Dinslaken den Fall auch an das Landgericht in Duisburg.

Das wird dem Angeklagten zur Last gelegt

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 47-jährigen Dinslakener vor, zwischen März und September 2023 seine damals 12-jährige Tochter bei verschiedenen Gelegenheiten sexuell missbraucht zu haben. Der Angeklagte und die Mutter des Opfers lebten getrennt und teilten sich das Sorgerecht. Immer, wenn das Mädchen beim Vater war, soll es zum Missbrauch gekommen sein.

Die Anklageschrift benennt als schwersten Vorwurf ein Eindringen mit Fingern bei der 12-Jährigen. Bei verschiedenen anderen Gelegenheiten soll der 47-Jährige die damals 12-Jährige an Brust und Po begrapscht haben, um sich sexuelle Erregung zu verschaffen. Insgesamt 21 Fälle dieser Art sind in der Anklageschrift aufgeführt.

Verlegung des Verfahrens nach Duisburg

Offenbar ist es erst später zu einer Anzeige gekommen. Seit April dieses Jahres sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft. Am 9. Juli hatte es bereits einen Verhandlungstermin in der Sache vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Dinslaken gegeben. Dort war der vorsitzende Richter allerdings zu dem Schluss gekommen, dass das Strafmaß von vier Jahren Freiheitsstrafe, das vom Schöffengericht maximal verhängt werden darf, für die zur Last gelegten Taten nicht ausreichen könnte. Daher verwies er das Verfahren weiter ans Landgericht in Duisburg.

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Dort beginnt der Prozess am Donnerstag, dem 9. Oktober, um 9.30 Uhr. Die Verhandlung findet in Saal 101 statt. Für das Verfahren sind außerdem zwei weitere Verhandlungstermine am 13. und 16. Oktober angesetzt.