Der Dinslakener Parkfriedhof wird bald im Rahmen eines Films zu sehen sein. Die Stadt Dinslaken hat sich mit einem Projekt dort bei der „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ und der Regionalen Biodiversitätsstrategie des Regionalverbands Ruhr (RVR) beworben - und wurde als eines von vier Projekten aus dem gesamten Ruhrgebiet ausgewählt. Es geht dabei um den Parkplatz des Friedhofes an der B8, der im Rahmen eines Films des RVR zu sehen sein wird.
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Das ist die „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“
Ziel der „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ ist es, das Ruhrgebiet für die Folgen des Klimawandels zu rüsten und die Region als lebenswerte grüne Industrieregion weiterzuentwickeln. Die Grüne Infrastruktur soll ein „strategisch geplantes Netz von natürlichen oder naturnahen Grün- und Freiflächen“ sein, das sowohl die dicht besiedelten Städte als auch die ländlichen Räume miteinander verbindet, so der RVR. Naturräume, Freiflächen und grüne Infrastruktur sollen aufgewertet, dem Klimawandel angepasst und stärker vernetzt werden. Kommunen konnten sich bewerben, die teilnehmenden Projekte werden auf der Projektlandkarte Grüne Infrastruktur des RVR dargestellt und sind in der Datenbanken zur Biodiversitätsstrategie zu finden.

Als Unterzeichnerin der Charta Grüne Infrastruktur hat die Stadtverwaltung drei ambitionierte Projekte gemeldet, die auf der Projektlandkarte des RVR sichtbar gemacht werden. Zu den eingereichten Vorhaben gehören die Erinnerungsbaumwiese am Rabenkamp, die Umwandlung des ehemaligen Trabrennbahn-Areals in ein neues Wohnquartier sowie die klimaangepasste Stellplatzanlage am Parkfriedhof.
Was am Parkfriedhof Dinslaken ausgezeichnet wurde
Letztere konnte die Jury des RVR besonders überzeugen: Gemeinsam mit vier weiteren Projekten im Ruhrgebiet wurde sie als „nachahmungswürdig und beispielhaft“ ausgezeichnet, so die Stadtverwaltung. Der Parkfriedhof steht damit im Fokus eines Filmdrehs, den der RVR als Anerkennung für die Vorbildfunktion des Projekts umgesetzt hat. „Der Film wird demnächst auf der Internetseite des RVR veröffentlicht und soll Impulse für weitere Maßnahmen im gesamten Verbandsgebiet geben“, so die Stadtverwaltung.

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Die Gestaltung der Stellplatzanlage berücksichtigt „gleichzeitig ökologische und klimatische Aspekte“, so die Stadt Dinslaken. Das Regenwasser, auch von den Dachflächen, versickert vor Ort, die Stellplatzflächen sind begrünt und werden durch Hecken und altem sowie neuem Baumbestand ergänzt, der für Schatten, Kühlung und ein grünes Umfeld sorgt.
Das ist der RVR
Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Zum Verbandsgebiet zählen die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Essen, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim a. d. Ruhr, Oberhausen, und die Kreise Recklinghausen, Wesel, Unna sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis mit insgesamt rund 5,1 Mio. Einwohnern.
Im Zentrum des gesetzlichen Auftrags des RVR steht das Wohl der Metropole Ruhr: Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet.
Über die Arbeit des Verbandes beschließt die Verbandsversammlung, auch Ruhrparlament genannt.
Auch für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, habe sich die Situation dort verbessert. Der Fuß- und Radweg verläuft jetzt klar getrennt von der Pkw-Einfahrt. „Das erhöht die Sicherheit“, so die Stadt Dinslaken. Neu hinzugekommen sind zudem Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Ladepunkte für E-Bikes. Eine dezente Beleuchtung entlang des Weges trägt außerdem zu mehr Orientierung bei.
Der Stadtrat hatte die Erneuerung des Parkplatzes gemeinsam mit dem Umbau und und der Erweiterung der dortigen Verwaltungsgebäude vor fünf Jahren beschlossen. Die Gesamtmaßnahme hat etwa 2,3 Millionen Euro gekostet.
Auch diese Projekte sind auf der Karte zu finden
Auch die 10.000 Quadratmeter große Erinnerungswiese am Rabenkamp ist bereits auf der Karte des RVR zu sehen - hier befindet sich auch die Gedenkstätte „10 + 1“, die Erinnerungsbäume für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau. Die neu gestaltete Emschermündung in den Rhein ist dort ebenfalls verzeichnet. (aha)







