Eine 72-jährige Frau aus dem Dinslakener Blumenviertel ist am Mittwoch, 22. Oktober, Opfer einer Betrugsmasche geworden, wie die Polizei nun mitteilt.

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Gegen 17 Uhr habe die Frau einen Anruf von einem Mann erhalten, der sich als angeblicher Polizeibeamter der Polizei Dinslaken vorgestellt hatte. Dieser habe ihr mitgeteilt, dass es in ihrer Wohnstraße (Krusenstraße/Hünxer Straße) zu mehreren Raubüberfällen gekommen sei. Im weiteren Verlauf habe der Anrufer laut Polizei nach Bargeld in ihrer Wohnung gefragt. Die Frau hätte ihm daraufhin mitgeteilt, dass sie Bargeld in ihrer Wohnung habe.

Gegen 0.15 Uhr sei dann ein Mann an der Wohnungstür erschienen, der sich ebenfalls als Polizeibeamter ausgegeben habe. Dieser habe laut Polizei gegenüber der Frau geschildert, das Bargeld überprüfen und die Seriennummern kontrollieren zu müssen. Daraufhin ließ die 72-Jährigen den angeblichen Polizeibeamten in ihre Wohnung. Der Mann verließ mit dem Bargeld und dem Telefon der Frau die Wohnung und kehrte nicht zurück, so die Polizei.

Der Mann wird wie folgt beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, schlanke Figur, schwarze, kurze Haare, dunkler Hautton, er sprach akzentfreies Deutsch, bekleidet war er mit einer blauen Jacke, einer dunklen Jeans und hellen Turnschuhen. Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiwache Ost in Dinslaken unter der Telefonnummer 02064/6220 zu melden.

So können sich Bürger laut Polizei vor Betrügern schützen

Zudem gibt die Polizei erneut Tipps zur Betrugsmasche „Schockanruf“ bzw. „falsche Polizeibeamte“: Die Bürgerinnen und Bürger sollten stets misstrauisch sein, wenn Sie jemand um Geld, Gold oder Schmuck bittet. Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass Behörden am Telefon in Deutschland keine Übergabe von hohen Bargeldsummen verlangen würden. „Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner, oft ein angeblicher Enkel, Verwandter oder eine Amtsperson, Geld von Ihnen fordert. Auch wenn man Ihnen sagt, dass sie nicht auflegen sollen“, so die Polizei.

Man solle sich außerdem stets vergewissern, ob der Anrufer tatsächlich ein Verwandter ist, indem man seine Angehörige anruft. Geld sollte laut Polizei niemals an unbekannte Personen rausgegeben werden. „Seien Sie zudem vorsichtig mit der Übermittlung Ihrer persönlichen Daten und teilen Sie am Telefon keine Bankdaten von sich mit. Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, informieren Sie uns sofort über die Notrufnummer 110 und, wenn möglich, informieren Sie auch Verwandte oder andere Personen ihres Vertrauens“, betont die Polizei weiter.

Wer dennoch Opfer eines Betrugs geworden ist, solle umgehend eine Anzeige erstatten. Auch an die jüngeren Angehörigen richtet die Polizei ein Appell: „Klären Sie Ihre lebensälteren Eltern, Großeltern, Freunde und Nachbarn über die Maschen der Betrüger auf.“