Nach fünf Jahren an der Spitze der Stadt Dinslaken verabschiedet sich Bürgermeisterin Michaela Eislöffel aus dem Amt. In einer persönlichen Erklärung blickt sie auf bewegte Zeiten, die von Krisen, Zusammenhalt, Engagement und wichtigen Fortschritten für die Stadt geprägt waren.

„Es war und ist mir eine große Ehre, die Entwicklung unserer Stadt mitgestaltet zu haben“, sagt Michaela Eislöffel. „Die fünf Jahre Amtszeit waren kein Spaziergang, aber sie haben mir gezeigt, dass viele Menschen in unserer Stadt Verantwortung übernehmen, zusammenhalten und sich für das Gemeinwohl einsetzen.“

Mit diesen Herausforderungen wurde Michaela Eislöffel als Bürgermeisterin von Dinslaken konfrontiert

Zu den besonderen Herausforderungen ihrer Amtszeit zählten die Corona-Pandemie, die Energiekrise, die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine sowie außergewöhnliche Ereignisse wie der Deichabbruch und der Ölteppich auf der Emscher, wie die Stadt mitteilt. „Die Krisen haben uns allen organisatorisch, emotional und menschlich einiges abverlangt. Aber die Menschen in Dinslaken haben gezeigt, dass sie in Krisen zusammenhalten. Trotz dieser Belastungen haben wir in Dinslaken in die Zukunft geplant und investiert.“

Während ihrer Amtszeit lag Michaela Eislöffel als Bürgermeisterin von Dinslaken besonders die Modernisierung des Bahnhofsgebäudes am Herzen.
Während ihrer Amtszeit lag Michaela Eislöffel als Bürgermeisterin von Dinslaken besonders die Modernisierung des Bahnhofsgebäudes am Herzen.© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Besonders am Herzen lagen Bürgermeisterin Michaela Eislöffel die Stadtentwicklungsprojekte wie das Freibadgelände in Hiesfeld, die Neugestaltung des Trabrennbahnareals, die Entwicklungen der Gewerbeflächen am Mannesmanngelände (MCS) und bei Hamco, der neu entstehende Wohnraum im Solarquartier Lohberg und vor allem die Modernisierung des Bahnhofsgebäudes. „Diese Projekte stehen für Zukunft, Lebensqualität und Perspektive. Ich freue mich, dass sie auf einem guten Weg sind und weiter vorangebracht werden.“

Die Bürgermeisterin spricht auch über die schwierigen Seiten ihres Amtes

Ebenso hebt Michaela Eislöffel die Investitionen in Bildung und Betreuung hervor: „In den letzten Jahren haben wir bei Kitas und Schulen in die Zukunft geplant. Trotz knapper Finanzen ist es gelungen, neue Plätze zu schaffen und moderne Bildungsorte zu gestalten. Das war nur möglich, weil viele Kolleginnen und Kollegen mit spitzem Bleistift gerechnet und mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein gearbeitet haben.“

In ihrem Rückblick spricht die Bürgermeisterin auch offen über die schwierigen Seiten ihres Amtes: „Öffentlich in der Verantwortung zu stehen bedeutet auch Kritik und Angriffe auszuhalten und trotzdem seine Aufgaben professionell zu erledigen. In vielen Situationen ist es schon aus rechtlichen Gründen nicht möglich, sich im Detail rechtfertigen zu können. Besonders bei Personalentscheidungen oder internen Abläufen war es mir wichtig, mein Amt professionell auszufüllen. Auch wenn manches nach außen unverständlich wirkte, habe ich jede Entscheidung mit Blick auf den Sachstand, das Gemeinwohl und aus einem tiefen Verantwortungsgefühl getroffen.“

Dinslakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel richtet einige Worte an ihren Nachfolger

Als parteilose Bürgermeisterin habe sie gelernt, dass Politik manchmal ein „vermintes Gelände“ sein könne, „aber eines, das sich zu betreten lohnt, wenn man gestalten und Verantwortung übernehmen möchte.“

Mit Blick auf ihren Nachfolger sagt Bürgermeisterin Eislöffel: „Ich wünsche dem neuen Bürgermeister viel Kraft, Offenheit und Fingerspitzengefühl sowie eine gute Balance für zukünftige Entscheidungen. Dieses Amt ist herausfordernd, aber es ist auch ein großes Privileg, die Zukunft Dinslakens gestalten zu dürfen. Ich wünsche ihm, dass er auf die Menschen bauen kann, die Tag für Tag mit großer Leidenschaft in der Verwaltung, in den Einrichtungen und in der Bürgerschaft für unsere Stadt die Zukunft gestalten.“

Dieses Amt ist herausfordernd, aber es ist auch ein großes Privileg, die Zukunft Dinslakens gestalten zu dürfen.

Michaela Eislöffel,, Bürgermeisterin von Dinslaken die letzten fünf Jahre

Zum Abschluss richtet Michaela Eislöffel den Blick auch auf ihre persönliche Zukunft: „Für mich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Ich freue mich auf neue berufliche Ziele, aber vor allem darauf, endlich wieder mehr Zeit für meine Familie und Freunde zu haben. Private Interessen sind in den letzten Jahren zu kurz gekommen.“ Auch freue sie sich darauf, viele Dinslakenerinnen und Dinslakener künftig in ihrem Alltag, beim Einkaufen oder bei Veranstaltungen in der Stadt zu treffen. „Ich gehe mit Dankbarkeit, Wehmut und Zuversicht. Dinslaken hat enormes Potenzial und ich bin stolz darauf, ein Stück unserer Stadtgeschichte mitgeschrieben zu haben.“