Viele Geräte sind rund um die Uhr über WLAN-Router verbunden. Selbst wenn keine Daten übertragen werden, ist der Router aktiv und benötigt Strom. „Ein handelsüblicher WLAN-Router kann im Jahr bis zu 100 Kilowattstunden verbrauchen – das entspricht dem Strombedarf eines kleinen Kühlschranks“, erklärt Hendrik Franck, Leiter der Verbraucherzentrale in Dinslaken. Wer Strom sparen will, sollte die eigenen Nutzungsgewohnheiten kennen und das Gerät optimal einstellen. Schon kleine Maßnahmen können helfen, den Verbrauch zu reduzieren. Die Verbraucherzentrale hat dazu fünf Tipps zusammengestellt.
Erster Tipp: Position clever wählen
Wenn der Router optimal platziert ist, lässt sich einfach Strom sparen – denn eine zentrale, erhöhte Position sorgt dafür, dass das WLAN-Signal alle Räume gut erreicht. Der Vorteil: Das Gerät muss nicht mit maximaler Sendeleistung arbeiten. Das heißt, eine gute Position spart nicht nur Energie, sondern verbessert auch die WLAN-Qualität.
Zweiter Tipp: Unnötige Funktionen ausschalten
Zusatzfunktionen verbrauchen dauerhaft Strom – auch wenn man sie gar nicht nutzt. Dazu gehören etwa das Gastnetzwerk, die WPS-Taste oder dauerleuchtende LEDs. Werden nur wenige Endgeräte gleichzeitig nutzt, reicht eine aktive Frequenz. Der Router verbraucht weniger bei gleich bleibender Internetgeschwindigkeit.
Dritter Tipp: WLAN-Zeitschaltung nutzen
Mit der Zeitschaltfunktion kann man das WLAN nachts oder tagsüber automatisch abschalten, wenn es nicht benötigt wird oder wenn niemand zu Hause ist. Aber: Manche Endgeräte führen nachts automatische Updates durch. Diese sollte man bei der Zeitplanung berücksichtigen, um keine Synchronisierungsprobleme zu bekommen. Wer Smart-Home-Geräte nutzt, kann die WLAN-Verbindung auch nicht deaktivieren, da ihre Funktionen ansonsten unterbrochen werden.
Vierter Tipp: Eco- und Leistungsmodi aktivieren
Eco-Modi oder adaptive Leistungsprofile sparen Energie, da die Sendeleistung automatisch gesenkt wird, wenn wenig Datenverkehr stattfindet. Man kann auch selbst verschiedene Profile einrichten, der Router wechselt dann je nach Bedarf zwischen den Einstellungen. Meistens merkt man keinen Unterschied bei der Geschwindigkeit, senkt aber den Energiebedarf.
Fünfter Tipp: Firewall aktuell halten
Regelmäßige Updates sparen Energie. Neue Firmware-Versionen der Router-Hersteller optimieren häufig die Prozessorverwaltung und das WLAN-Management. Das kann auch den Stromverbrauch senken, ohne dass etwas an der Hardware geändert werden muss. Wer ein älteres Modell besitzt, kann auf ein aktuelleres Gerät umsteigen. Moderne Router sind häufig sparsamer im Betrieb und bieten zusätzliche Energiesparoptionen. Wer den Stromverbrauch des Routers oder andere elektrische Geräte messen möchte, kann in der Verbraucherzentrale Dinslaken, Duisburger Str. 21, kostenlos gegen eine Kaution Strommessgeräte ausleihen.


