Fast vier Jahre nach den Schüssen auf einen 47-jährigen Dinslakener an der Weseler Straße konnte die Mordkommission Duisburg jetzt zwei Tatverdächtige festnehmen: Die beiden 41 und 44 Jahre alten Männer wurden am Mittwochmorgen in Dinslaken-Eppinghoven und Frechen festgenommen.
Spezialeinheiten vollstreckten Haftbefehle – auch in Eppinghoven
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Der 41-jährige Mann mit kroatischer Staatsangehörigkeit und der 44-jährige Deutsche stehen laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Spezialeinheiten und Kräfte einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) vollstreckten am Mittwoch, 10. Dezember, ab etwa 6 Uhr Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnobjekte in Frechen-Königsdorf und Dinslaken-Eppinghoven. Verletzt wurde hierbei niemand.
Handys wurden sichergestellt
Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte mögliche Beweismittel, unter anderem Handys, sicher. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an, heißt es in der Pressemitteilung. Polizisten brachten die zwei Männer zu einer Polizeiwache, um eine erkennungsdienstliche Behandlung durchzuführen.
Die Maßnahmen sind das Ergebnis akribischer und langfristiger Ermittlungsarbeit der Duisburger Kriminalpolizei, die unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg über Jahre hinweg Spuren auswertete, Zeugenhinweise verfolgte und neue Ermittlungsansätze entwickelte.
Staatsanwaltschaft und Polizei Duisburg
„Die Maßnahmen sind das Ergebnis akribischer und langfristiger Ermittlungsarbeit der Duisburger Kriminalpolizei, die unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg über Jahre hinweg Spuren auswertete, Zeugenhinweise verfolgte und neue Ermittlungsansätze entwickelte“, so die Mitteilung.
Täter hatten dem Dinslakener abends aufgelauert
Der 47-Jährige wurde am Abend des 28. Januar 2022 vor seinem Haus – an dem von der Hedwigstraße abgehenden Abzweig der Weseler Straße – mit mehreren Schüssen schwer verletzt. Die Täter hatten ihm im Dunkeln aufgelauert. Sie konnten trotz Hubschrauber-Fahndung nicht gefunden werden.
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Später gab der Dinslakener tödliche Schüsse auf einen 36-Jährigen ab

Ein dubioser Fall, dessen Hintergründe zunächst unklar blieben. Das Opfer soll auch nach seiner Genesung gegenüber der Polizei keine Angaben zu den Tätern gemacht haben. Elf Monate später, im Dezember 2022, war der 47-Jährige erneut in eine Schießerei verwickelt. In seiner Druckerei an der Hünxer Straße hat er einem 36-Jährigen in den Rücken geschossen - das Opfer verstarb.

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Gegenüber der Polizei hatte der Ladeninhaber damals erklärt, drei Männer hätten ihn überfallen wollen, ihn mit Reizgas besprüht. Deshalb habe er zur Waffe gegriffen. Einen Waffenschein hatte er nicht. Er habe Angst um sein Leben gehabt, erklärte er der Polizei. Vor Gericht wurde er freigesprochen. Die zuerst flüchtigen Mittäter des getöteten 36-Jährigen gaben den Überfall auf die Druckerei später zu – zu den Hintergründen äußerten sie sich damals aber nicht.
Die Polizei vermutete schon damals eine Verbindung ins Rockermilieu. Auch jetzt sind Bezüge ins Rocker-Milieu Gegenstand der Ermittlungen, heißt es.








