Es ist ein überwältigender Anblick und einer, der stolz macht auf die Menschen in Dinslaken: 470 Geschenke für bedürftige Kinder, 308 Kino-Gutscheine für die Lichtburg und 35.000 Euro Geldspenden sind bei der Weihnachtswunschbaumaktion 2025 des Vereins Kind Dinslaken, des Fördervereins des Jugendamtes, zusammengekommen. Und es haben nicht nur zahlreiche Menschen in Dinslaken ein Herz für Kinder gezeigt – sie haben die Pakete auch noch überaus liebevoll verpackt. Am Dienstag wurden die Geschenke offiziell ans Jugendamt übergeben, das diese an die Familien weiterleitet und so 470 Kindern das Weihnachtsfest versüßt.

Der Sitzungssaal sieht aus wie eine Engelswerkstatt

Mehr aus Dinslaken,Voerde und Hünxe

Alle Nachrichten aus Dinslaken, Voerde und Hünxe lesen Sie hier. +++ Abonnieren Sie unseren Newsletter per Mail oder folgen Sie uns bei Whatsapp, Instagram und Facebook +++

Es war die 27. Wunschbaumaktion in Dinslaken und die zweite, die der Verein Kind in Dinslaken organisiert hat. Sie sei „stolz, dass es auch dieses Jahr wieder so supergut funktioniert hat“, sagt Gabriele Schneiderhan, 1. Vorsitzende des Vereins Kind Dinslaken und Koordinatorin der Wunschbaumaktion im Sitzungssaal des Stadthauses. Dieser sieht an diesem Tag aus wie eine Engelswerkstatt, so viele Geschenke stapeln sich auf den Tischen. Darin sind nicht nur die Lego-Autos, dm-Gutscheine oder Bücher, die auf den Wunschzetteln der Kinder und Jugendlichen standen, sondern viele Bürgerinnen und Bürger, die sich an der Aktion beteiligt haben, haben auch noch Süßigkeiten, Plüschtierchen oder kleine Anhänger dazu gepackt.

Gabriele Schneiderhan koordiniert die Aktion.
Gabriele Schneiderhan koordiniert die Aktion.© FUNKE Foto Services | Erwin Pottgiesser

Gabriele Schneiderhan dankt den beteiligten Unternehmen für ihr Engagement für Dinslakener Kinder und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dafür gesorgt haben, dass die Geschenke wieder pünktlich zum Fest zurückgebracht wurden.

Bürgermeister Simon Panke (SPD) dankt wiederum zudem Gabriele Schneiderhahn und dem Verein Kind, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die Unterstützung der Aktion und den Gewerbetreibenden, „die es überhaupt ermöglicht haben, dass die entsprechenden Wunschbäume aufgestellt werden konnten“.

Die Geschenke sind liebevoll verpackt.
Die Geschenke sind liebevoll verpackt.© FUNKE Foto Services | Erwin Pottgiesser

Bürgermeister Simon Panke ist „geplättet“

Simon Panke ist seit November im Amt und begleitet die Aktion erstmals als Stadtoberhaupt. „Übergabe von Geschenken“ habe vage in seinem Terminkalender gestanden, erzählte er. Dementsprechend „geplättet“ sei er beim Anblick der von Geschenken überquellenden Tische gewesen: Der Raum „platzt fast aus allen Nähten“. Und so schön das sei, so „traurig“ sei es auf der anderen Seite, denn es zeige, „wie groß der Bedarf geworden ist“.

Hier standen Wunschbäume

BMW Riedel, Autohaus Nagel, Foto Wolff, Decobar, Malteser Apotheke, Parfümerie Pieper, Leder Berensen, Schuhhaus Boogen, Glückauf Apotheke, Feuerwehr, Juwelier Michels, Gasthof Ortmann, Albert-Schweitzer-Werkstätten, NRZ-Redaktion.

Auf den Schildern, die an den Geschenken hängen, stehen (noch) die Kinderwünsche, damit die Pakete besser zugeordnet werden können: keine großen Wünsche, keine Dinge, die „wahnsinnig viel Geld kosten würden oder wo ganz viele von uns, die hier stehen, nicht mehr in den Schlaf kämen vor Sorge, wie man das finanzieren soll“. Aber „ganz vielen Familien geht es anders“, so der Bürgermeister. Und zwar zunehmend – etwa weil die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen, so Simon Panke.

Viele Familien müssen auf jeden Cent schauen

„Wir sind auch insgesamt nicht mehr in der wirtschaftlich starken Situation, wie es vielleicht vor zehn Jahren mal der Fall war“, und auch viele Familien müssten „ganz genau auf jeden Euro und vielleicht sogar auf jeden Cent achten“. Vor dem Hintergrund sei es eine „unglaublich schöne und wichtige Aktion“, denn jedes einzelne Geschenk werde dafür sorgen, dass ein Kind sich auf Weihnachten freuen kann, anstatt sich fragen zu müssen, warum alle anderen etwas bekommen und es selbst noch nicht einmal eine Kleinigkeit, die es sich gewünscht habe. „Deswegen ganz, ganz herzlichen Dank. Ich bin beeindruckt von der Leistung, die dahinter steht und von dem Spendenaufkommen, was dahinter steht“, so Simon Panke. Mit dem Geld werden Kindern Dinge finanziert, die für andere selbstverständlich sind – wie Schulausflüge oder ein warmes Mittagessen.

Da sei „eine sehr schöne Botschaft an Weihnachten, dass wir in der Stadt auch für die sorgen, die gerade eben nicht in der Lage sind, für ihre Kinder das Weihnachten zu bereiten, was sie vielleicht gerne bereiten würden“, so Dinslakens Bürgermeister.