Weil es zu wenig Plätze in Frauenhäusern gibt, müssen Frauen in Krisensituationen abgewiesen werden. Darauf macht die Linke im Kreis Wesel aufmerksam und stellt eine entsprechende Anfrage an die Kreisverwaltung.

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Trotz internationaler Richtwerte gebe es strukturell zu wenig Plätze in Frauenhäusern, so die Linke. Im Kreis Wesel gibt es lediglich zwei Frauenhäuser – in Dinslaken vom Verein Frauen helfen Frauen und in Moers vom Sozialdienst katholischer Frauen. Sie bieten zusammen 39 Plätze. Der Kreis liege damit deutlich unter dem Richtwert, so die Linke: „Es fehlt nicht nur an personellen, sondern vor allem an finanziellen Mitteln.“
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Aber Frauenhäuser seien „ein unvermeidbarer Aspekt im Schutz für Frauen. Sie bieten nicht nur einen Schutzplatz für Frauen und Kinder in Not, sondern auch Beratung und Begleitung fortführend.“ Die Linke stellt eine Anfrage zu Zustand, Entwicklung und Fördermitteln für Frauenhäuser im Kreis Wesel.
Das steht in der Anfrage
Die möchte wissen, wie viele Plätze es für Frauen und ihre Kinder in Frauenhäusern im Kreis Wesel gibt, wie viele davon barrierefrei sind und wie viele nach der Istanbul-Konvention im Kreis Wesel benötigt werden. Laut Istanbul-Konvention aus dem Jahr 2011 soll es je 10.000 Einwohner einen Familienplatz in einem Frauenhaus geben. „Wie viele Frauen und Kinder mussten an Frauenhäusern abgewiesen werden?“ – auch das ist Teil der Anfrage.
Außerdem möchte die Linke von der Kreisverwaltung wissen, wie viele neue Plätze in der letzten Wahlperiode geschaffen wurden und wie hoch der Tagessatz ist, den der Kreis an die Frauenhäuser zahlt? „Welche Maßnahmen wurden in der letzten Wahlperiode unternommen, um dem Mangel an Schutzplätzen im Kreis entgegenzuwirken, welche Maßnahmen wurden in der letzten Wahlperiode unternommen, um gegen die steigende Gewalt vorzugehen?“ – auch das fragt die Linke.
Schutz vor Gewalt ist ein Recht, keine Kapazitätsfrage.
Laetitia Knüfer, Kreistagsmitglied Die Linke
„Wir sehen, dass die Haushaltslage jeder Kommune sich dem Limit zuneigt, jedoch sollte nicht am notwendigen Schutz von Frauen gespart werden.“ So Laetitia Knüfer, Kreistagsmitglied: „Schutz vor Gewalt ist ein Recht, keine Kapazitätsfrage.“
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Frauen in Not können sich an das Hilfetelefon unter Tel. 08000 116 016 wenden. (aha)







