Auch im vergangenen Jahr konnte das Friedensdorf durch zahlreiche Einzelfallhilfen und tonnenschwere Hilfspakete Menschen helfen. Es gab zwei große Hilfsflüge nach Angola und Afghanistan, kombiniert mit Flügen nach Zentralasien. Dabei konnten „150 Kinder neu aufgenommen und 77 Kinder zu ihren Familien zurückgebracht“ werden, schreibt das Friedensdorf in einer Mitteilung an die Redaktion. Außerdem konnte das Friedensdorf in den Bereichen Auslandsoperationen und Soforthilfe neu aufstocken. Auch die Bildungsarbeit lief erfolgreich weiter.
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Friedensdorf bilanziert: Stabile Einzelfallhilfe und der Gewinn einer neuen Klinik
Vor allem bei der Einzelfallhilfe konnte das Friedensdorf vielen Kindern in Afghanistan helfen, sagt die Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter. Um dem enormen Bedarf ein Stück weit zu begegnen, hat die Hilfsorganisation ebenfalls mehr in Operationen im Ausland investiert. Seit 2023 werden Kinder mit leichteren Verletzungen in Kabul operiert. Im vergangenen Jahr konnte das Friedensdorf zusätzlich eine dritte Klinik in Kabul dazugewinnen. Dadurch konnten 2025 insgesamt 57 Operationen in Kabul durchgeführt werden. „Dass Kinder in ihrer Heimat operiert werden können, ist für sie selbst und ihre Familien ein doppelter Gewinn“, heißt es in der Mitteilung.
Durch das Friedensdorf seien so Operationen möglich, für die die Familien finanziell nie aufkommen könnten. Zusätzlich bleibt den Kindern eine lange Trennung von ihren Eltern erspart. Aber nicht nur in Afghanistan, sondern auch in anderen Ländern wie Armenien, Usbekistan und im Nordirak/Kurdistan finanziert das Friedensdorf in enger Absprache mit den jeweiligen Partnern vor Ort und den Kliniken bzw. den behandelnden Ärzten Operationen für Kinder, die dann nicht ausreisen müssen.
Viele Spendende fragen heute kritischer nach, stehen oft selbst unter dem Druck, ihr Geld zusammenzuhalten. Wir verstehen das und möchten größtmögliche Transparenz schaffen.
Friedensdorf-Sprecherin Claudia Peppmüller
Das Friedensdorf kann nicht jede Verletzung in Kabul operieren, wenn sie zu schwerwiegend ist. Sehr schwere Verletzungen können aber auch nicht in Deutschland operiert werden, da dafür häufig Spezialisten erforderlich sind. „Solche Verletzungen kommen im Alltag in Deutschland schlichtweg nicht vor“, sagt Birgit Stifter. Das Friedensdorf hat deswegen ein eigenes Medizin-Zentrum, in dem ehrenamtlich tätige Ärzte 2025 insgesamt 105 Operationen durchgeführt haben.
Hilfspakete, Decken und Babynahrung – „Wir wollen sie nicht im Stich lassen“
Doch das Friedensdorf hilft nicht nur mit Operationen, sondern auch mit immer mehr Soforthilfemaßnahmen bei Katastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen. Allein in Afghanistan kamen im vergangenen Jahr 13 sogenannte „Emergency Health Kits“ an. „Jedes der nach WHO-Standard gepackten Hilfspakete hält medizinisches Material und Medikamente für bis zu 10.000 Personen bereit“, erklärt das Friedensdorf.

Da viele andere Hilfsorganisationen das Land verlassen haben, steht das Friedensdorf weitestgehend allein da. „Wir wollen sie nicht im Stich lassen“, erklärt die Friedensdorf-Sprecherin Claudia Peppmüller. Zusätzlich zu den „Health Kits“ gingen 2025 auch Lebensmittelpakete, Decken, Babynahrung und Hygieneartikel in verschiedene afghanische Provinzen.
Außerdem lief die friedenspädagogische Bildungsarbeit im vergangenen Jahr erfolgreich weiter. Über 90 Gruppen, darunter viele Schulklassen, mit insgesamt gut 2000 Teilnehmenden waren im letzten Jahr in der Begegnungsstätte zu Gast.
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2025 gingen insgesamt 434 Tonnen Hilfsgüter in sechs verschiedene Länder, „um in akuten Notlagen zu helfen und möglichst viele verletzte Kinder so zu versorgen, dass daraus keine schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Zustände entstehen“, teilt die Hilfsorganisation in ihrer Meldung mit.

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Das Friedensdorf ist mittlerweile dazu übergegangen, gezielter über die Projekte und einzelnen Hilfsaktionen zu berichten und um Unterstützung zu bitten. „Viele Spendende fragen heute kritischer nach, stehen oft selbst unter dem Druck, ihr Geld zusammenzuhalten. Wir verstehen das und möchten größtmögliche Transparenz schaffen“, erklärt Claudia Peppmüller.







