Die Grünen im Dinslakener Stadtrat setzen sich für eine Erweiterung der Klaraschule ein. Das erklärt die Fraktion in einer Pressemitteilung. Der zweite Bauabschnitt sei Teil einer nachhaltigen und bedarfsgerechten Schulentwicklung, so die Grünen. Aus Sicht der Fraktion ist der zusätzliche Raumbedarf „seit Langem bekannt und mehrfach bestätigt worden“.

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Die Schule wurde zuletzt nach langer Diskussion durch einen Modulbau erweitert. Ein weiteres Modul wurde aber aus Kostengründen infrage gestellt. Sollte es keinen Erweiterungsbau geben, könne die Schule aber auch nicht weiter dreizügig sein, weil dafür dann die Räumlichkeiten nicht ausreichen, hat die Stadt auf Anfrage der NRZ erklärt. Allerdings wohnen in diesem Bereich viele Kinder, die Nachfrage nach Grundschulplätzen übersteigt das Angebot schon länger. Die Schulpflegschaft hat sich deswegen an die Stadt gewandt.

Lasse West ist schulpolitischer Sprecher der Grünen in Dinslaken.
Lasse West ist schulpolitischer Sprecher der Grünen in Dinslaken.© PR | Grüne Dinslaken

Grüne: Raumbedarf stehe „nicht erst seit gestern“ fest

Die Grünen erklären, dass der zusätzliche Raumbedarf „nicht erst seit gestern“ feststehe. „Wir haben die Erweiterung immer unterstützt. Die Entscheidung für die Modulbauweise sei auch deshalb richtig gewesen, weil sie „flexibel erweiterbar ist und auf wachsende Bedarfe reagieren kann“, erklärt der schulpolitische Sprecher der Grünen, Lasse West.

Kurzfristige Lösungen seien „nicht zielführend“

Inzwischen sei der Bedarf offensichtlich. Elternpflegschaft und Schulleitung hätten wiederholt auf die angespannte Raumsituation hingewiesen. Auch Dr. Anja Reinermann-Matatko, verantwortlich für den aktuellen Schulentwicklungsplan der Stadt Dinslaken, habe zuletzt im Schulausschuss deutlich gemacht, „dass zwingend weitere Räumlichkeiten benötigt werden, um die Gesamtbilanz aus Schülerinnen- und Schülerprognose und der Kapazität von Schulraum ausgeglichen zu halten“, so die Grünen. „Der Bedarf ist nicht nur perspektivisch, sondern ganz konkret vorhanden. Deshalb sind kurzfristige oder temporäre Lösungen wie eine Verteilung der Kinder auf andere Schulen nicht zielführend“, betont West und ergänzt: „Wir sollten aus vielen Gründen vermeiden, Kinder aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld herauszureißen. Geschwisterkinder an unterschiedlichen Standorten, längere Schulwege und zusätzlicher Verkehr wären die Folge. Dazu kommen Transportkosten. Kinder sollen dort lernen können, wo sie zuhause sind.“

Aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit darf es nicht sein, dass einige Schulen in unserer Stadt top saniert sind, während andere nur mit Mühe und unter deutlichen Einschränkungen ihr pädagogisches Angebot umsetzen können.

Beate Stock-Schröer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen in Dinslaken

„Aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit darf es nicht sein, dass einige Schulen in unserer Stadt top saniert sind, während andere nur mit Mühe und unter deutlichen Einschränkungen ihr pädagogisches Angebot umsetzen können. Auch der offene Ganztag braucht angemessene Räume, um gute Bildungs- und Betreuungsarbeit leisten zu können“, fügt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beate Stock-Schröer hinzu. Schon jetzt verfüge die Klaraschule nicht über ausreichend Platz.

Auch wenn die Schülerzahlen in den kommenden Jahren schwanken sollten, handele es sich um ein „strukturelles und langfristiges“ Problem, das nur durch die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts nachhaltig gelöst werden könne. „Auch in Zeiten knapper Kassen darf bei unseren Grundschulen nicht gespart werden. Ein gutes Bildungsangebot ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt“, so Stock-Schröer. (aha)