Ein heller Lichtkörper am Himmel hat am Wochenende für Aufregung in Dinslaken, Voerde und Hünxe gesorgt. In den sozialen Netzwerken fragten Nutzer, wer die „riesige Sternschnuppe“ noch gesehen habe und lösten damit Spekulationen aus. Komet, Meteorit? Gar Rakete oder Außerirdische? „Sie kommen“, witzelte ein Nutzer aus Hiesfeld unter einem Beitrag. Manche andere waren gar wegen der globalen Krisenlage beunruhigt. Doch die Erklärung ist einfach.

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Der Lichtstrahl war nicht nur am Niederrhein, sondern in etlichen Regionen Nordrhein-Westfalens und von Rheinland-Pfalz zu sehen. Dort stürzten auch Teile eines Meteoriten ab und beschädigten Häuser. Schadensmeldungen gingen unter anderem aus Koblenz ein.
Meteorit über Dinslaken: Himmelsphänomen „eine Ausnahme“
Auch die Himmelsexpertinnen und -experten der Sternwarte Dinslaken konnten schnell für Klarheit sorgen. „Es handelte sich um einen Meteoriten“, sagt Robert Wendels dieser Redaktion. Der Gesteinsbrocken aus dem All leuchtete beim Eintritt in die Erdatmosphäre auf. Durch die Reibung mit der Luft erhitzt sich das Material und erzeugt den charakteristischen Lichtstreif. Aus der Sternwarte am ND-Heim selbst wurde das Phänomen nicht beobachtet. Erst wenn sie auf die Erde fallen, spricht man von Meteoriten. Meteore sind vielen Menschen als Sternschnuppen ein Begriff. Dass sie auf die Erde stürzen, kommt nur selten vor. „Dass einer so groß ist wie dieser, ist schon eine Ausnahme“, sagt Wendels.
Im Internet kursieren zahlreiche Aufnahmen der Lichterscheinung. Beobachtungen wurden aus Dinslaken, über der Trabrennbahn, Eppinghoven, Friedrichsfeld oder Hiesfeld gemeldet. Eine Nutzerin filmte den Flugkörper mittels Dashcam aus dem Auto.
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Neben der Alien-Theorie („Mein Mann hat gesagt, das waren bestimmt Außerirdische“) gab es auch andere Erklärungen. Die Raumstation ISS, der hauseigene Dampfkochtopf oder eine Drohne wurden ins Spiel gebracht. Aufgrund des Irankrieges fiel auch das Stichwort Rakete. Andere Nutzer beruhigten daraufhin und gaben ihre Einschätzungen zu Reichweiten von Raketen ab. Die Polizei in Wesel konnte jedoch von keinen besorgten Anrufen berichten: Niemand habe sich gemeldet, um Informationen über den Flugkörper zu erhalten.








