Auch für Arbeitnehmer lohnt sich eine Steuererklärung. Sie leisten zwar durch die monatlichen Lohnzahlungen steuerliche Abgaben, jedoch kann das Einreichen einer Steuererklärung noch bares Geld bringen. Die Bearbeitung zieht sich in der Regel mehrere Wochen hin. Dieses Mal könnte es aber schneller gehen: Das Finanzamt Dinslaken setzt erstmals Künstliche Intelligenz ein. Nach einem Pilot-Projekt kommt die Technik jetzt flächendeckend zum Einsatz. Sogenannte risikoarme Steuererklärungen werden nun vollautomatisch bearbeitet.
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Die Technik soll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Finanzämtern entlasten, damit sie mehr Zeit für komplexe Fälle haben. Umgekehrt sollen einfache Fälle schneller bearbeitet werden. „Wir setzen KI gezielt dort ein, wo sie Entlastung bringt. Die neue Technologie schlägt nur noch dort eine vertiefte Prüfung vor, wo sie wirklich erforderlich ist“, wird Dagmar Reusmann, Leiterin des Finanzamts Dinslaken, in einer Pressemitteilung zitiert.
Steuererklärung: Ab Sommer mit einem Klick möglich
Nach Angaben des Finanzamts prüft die KI große Datenmengen zuverlässig und gleichmäßig. Die Beschäftigten können sich dadurch noch stärker auf jene Fälle konzentrieren, bei denen eine fachliche Prüfung durch einen Steuerprofi erforderlich ist. Das Land will damit auch Steuerhinterziehung bekämpfen. Für Bürgerinnen und Bürger mit einfachen Steuererklärungen bedeutet das: mehr Tempo. Das Finanzamt Dinslaken empfiehlt die Abgabe über den digitalen Weg (Elster). Belege müssen erst nach Aufforderung eingereicht werden.
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Erstmals kam das System im vergangenen Jahr in den Finanzämtern Brühl, Bielefeld-Außenstadt, Hamm und Lübbecke zum Einsatz. Die Finanzämter nutzen dabei nicht bekannte US-Technik wie ChatGPT, sondern eigens aufgebaute Programme. Reusmann betont: „Die fachliche Bewertung und Entscheidung verbleibt dabei weiterhin beim Menschen.“

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Im Sommer soll eine weitere Erleichterung hinzukommen: Ab dem 1. Juli 2026 haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Einkommensteuererklärung in der App „MeinElster+“ abzugeben. Das Angebot ist zunächst auf ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie auf Personen mit Renten- oder Pensionseinkünften begrenzt. Bereits ab dem 31. März 2026 können diese Personen die neue Funktion in der Elster-App freischalten.








