Es sind dramatische Worte, die Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter wählt: „Noch nie zuvor musste Friedensdorf International innerhalb so kurzer Zeit in mehreren Krisenregionen gleichzeitig Soforthilfe für Kinder leisten.“ Der Krieg im Nahen Osten potenziert die Probleme im Iran, im Libanon und in Afghanistan. Die Hilfsorganisation zeichnet ein alarmierendes Bild: Manche Familien hätten nicht mal genug Geld, um sich Reis zu leisten. Ein Food-Truck soll unter anderem Kinder mit dem Nötigsten versorgen.

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Am frühen Mittwochmorgen traf nach libanesischen Behördenangaben eine Rakete ein Hochhaus in Beirut. Dabei sollen mehrere Menschen ums Leben gekommen sein. Viele Menschen im Libanon flüchten derzeit vor den Luftangriffen. Das Friedensdorf verweist auf Schätzungen, denen zufolge eine Million Menschen auf der Flucht seien. Ein Großteil davon seien Kinder. Das Friedensdorf zitiert Angaben der Partnerorganisation Thimar, wonach derzeit mehr als 200.000 Menschen unter provisorischen Bedingungen auf der Straße leben, weil Notunterkünfte voll sind. Das Friedensdorf unterstützt deshalb die Partnerorganisation mit Geld, um Lebensmittel vor Ort zu kaufen. Zwei mobile Food-Trucks, die mit Unterstützung des Landes NRW angeschafft wurden, verteilen ebenfalls Lebensmittel. Sie seien von morgens bis abends im Einsatz, um möglichst vielen Kindern warme Mahlzeiten zu bringen.

Afghanistan: Geld für Reis fehlt

Auch in Afghanistan spitzt sich die Lage zu. Die militärische Eskalation zwischen Pakistan und Afghanistan habe in den Grenzregionen zu neuen Fluchtbewegungen geführt. Durch den Krieg im Iran seien Transportwege eingeschränkt, Preise für Treibstoff und andere lebensnotwendige Produkte stiegen. „Selbst Grundnahrungsmittel wie Reis sind für die meisten Familien nicht mehr bezahlbar“, heißt es in der Friedensdorf-Mitteilung. Zusammen mit dem Afghanischen Roten Halbmond kümmert sich die Hilfsorganisation um Lebensmittel für Kinder und Medikamente.

In Syrien und im Nordirak bleiben die Probleme akut. Das Friedensdorf unterstützt die Partnerorganisationen Barzani Charity Foundation und der Kurdische Rote Halbmond bei der Beschaffung von Lebensmitteln, Babynahrung und Medizin. Allerdings stellen die Hilfsmaßnahmen in mehreren Krisenregionen die Organisation vor große finanzielle Herausforderungen. „Bereits in den ersten Monaten dieses Jahres wurden erhebliche Mittel für Soforthilfe, Lebensmittelhilfe und medizinische Versorgung eingesetzt“, heißt es in der Mitteilung. Damit das Friedensdorf diese Hilfe fortsetzen könne, sei die Organisation dringend auf weitere Spenden für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten angewiesen. Mehr Informationen gibt es auch auf: ww.friedensdorf.de