Das Jahr 2026 ist für die Benteler-Gruppe und das Werk Benteler Steel/Tube in Dinslaken ein besonderes: Das Unternehmen feiert sein 150-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr wurde ein neuer Betriebsrat in Dinslaken gewählt – und das Unternehmen veröffentlicht eine positive Bilanz aus 2025.
Unser 150-jähriges Jubiläum ist ein Meilenstein, der uns motiviert, die Mobilität und Industrie von morgen aktiv zu gestalten – so wie wir es in der Vergangenheit auch getan haben.
Ralf Göttel, CEO der Benteler Gruppe
Ausgehend von einem kleinen Eisenwarenhandel in Bielefeld hat sich das Unternehmen zu einem international tätigen Konzern entwickelt. „Seit 1876 steht das Unternehmen für Verlässlichkeit, Innovationskraft und unternehmerischen Mut. Unser 150-jähriges Jubiläum ist ein Meilenstein, der uns motiviert, die Mobilität und Industrie von morgen aktiv zu gestalten – so wie wir es in der Vergangenheit auch getan haben. Mit klarer Strategie, Innovationskraft und dem Engagement unserer Mitarbeitenden sind wir bestens dafür aufgestellt“, so Ralf Göttel, CEO der Benteler Gruppe.
Lesen Sie weitere Themen aus Dinslaken
8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025
Im Geschäftsjahr 2025 habe sich die Benteler Gruppe „als resilient“ erwiesen, heißt es in einer Information zur Jahresbilanz. 2025 sei „von geopolitischen Spannungen, volatilen Märkten und einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geprägt“ gewesen. Das Unternehmen habe aber den Kurs der vergangenen Jahre fortgesetzt und sein Ergebnis verbessert. Dazu hätten sowohl das Automobil- als auch das Stahl-Rohr-Geschäft beigetragen.

Täglich (außer Samstag)
Dinslaken-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Benteler Gruppe hat 2025 rund 8 Milliarden Euro Umsatz gemacht – in etwa so viel wie im Vorjahr. Gleichzeitig steigerte das Unternehmen sein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) auf 641 Millionen Euro – ein Plus von rund 8 Prozent gegenüber 2024 (594 Millionen Euro).
So hat sich Steel/Tube entwickelt
Die Division Steel/Tube habe sich 2025 sogar „deutlich besser als im Vorjahr“ entwickelt – auch wenn „Marktverzerrungen im internationalen Stahlhandel weiterhin Herausforderungen darstellen“, so das Unternehmen. Die Nachfrage im Energiesektor sei stabil gewesen und es habe „positive Impulse“ aus dem nordamerikanischen Geschäft mit Rohren für die Öl- und Gasindustrie gegeben. Mit einer deutlichen Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge auf 12,4 Prozent (Vorjahr: 9,8 Prozent) verbesserte die Division ihr bereinigtes Ergebnis auf 162 Mio. Euro (Vorjahr: 116 Mio. Euro).
So lief der Automotive-Umsatz
Im globalen Automobilmarkt habe sich 2025 ein „moderates Wachstum mit regional unterschiedlichen Entwicklungen“ gezeigt. Während die Fahrzeugproduktion in China und Indien insbesondere durch eine stärkere Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen zugelegt hätte, hätten Europa sowie die Gesamtregion Nord- und Südamerika stagniert – Märkte, in denen Benteler den Großteil seines Automotive-Umsatzes erwirtschaftet.
Dennoch hätten sich die Automotive-Divisionen behauptet und ihre Profitabilität trotz teilweise rückläufiger Volumina gesteigert. Die größte Division des Konzerns, Benteler Automotive Components, erzielte ein bereinigtes EBITDA von 361 Millionen Euro (Vorjahr: 365 Mio. Euro), das Modulgeschäft steigerte sein bereinigtes Ergebnis auf 115 Millionen Euro (Vorjahr: 107 Millionen Euro).
Neue Werke in Marokko und China
Operativ baute Benteler unter anderem seine globale Präsenz weiter aus: In Marokko erfolgte der Spatenstich für ein neues Komponentenwerk, in China eröffnete Benteler gemeinsam mit dem Automobilzulieferer BHAP (Beijing Hainachuan Automotive Parts) ein neues Modulwerk. Darüber seien laufende Prozesse optimiert worden – so habe das Unternehmen durch einen verbesserten Einsatz von Schrott im Elektrostahlwerk in Lingen die Jahreskapazität um rund 20.000 Tonnen gesteigert und in diesem Zuge auch die Energieeffizienz erhöht.
Neuer Betriebsrat in Dinslaken

Sezgin Özen bleibt Vorsitzender des Betriebsrats bei Benteler Steel/Tube in Dinslaken. Er wurde, ebenso wie sein Stellvertreter Michael Djurkowitsch, bei der Betriebsratswahl im März im Amt bestätigt. Der neue Betriebsrat setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen: Acht Mitglieder wurden wiedergewählt, eine Kollegin und zwei Kollegen ziehen neu in das Gremium ein.
Wir stehen mit einem jüngeren, zukunftsfähigen Betriebsrat bereit, die Zukunft konstruktiv zu gestalten
Ünsal Başer, Geschäftsführer IG Metall Duisburg-Dinslaken
Rund 570 Kolleginnen und Kollegen im Dinslakener Werk von Benteler Steel/Tube waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Mit einer hohen Wahlbeteiligung von 84 Prozent haben die Beschäftigten „ein starkes Zeichen der Mitbestimmung gesetzt“, so Ünsal Başer, Geschäftsführer IG Metall Duisburg-Dinslaken. „Mit einem engagierten Team – erfahren und neu – werden die Interessen der Belegschaft entschlossen vertreten und die anstehenden Aufgaben gemeinsam angepackt“, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.
Mehr aus Dinslaken,Voerde und Hünxe
Alle Nachrichten aus Dinslaken, Voerde und Hünxe lesen Sie hier. +++ Abonnieren Sie unseren Newsletter per Mail oder folgen Sie uns bei Whatsapp, Instagram und Facebook +++
Zugleich leite dieses Ergebnis einen „Generationenwechsel“ ein: „Wir stehen mit einem jüngeren, zukunftsfähigen Betriebsrat bereit, die Zukunft konstruktiv zu gestalten“, so Ünsal Başer. In der neuen Amtszeit stehen u. a. Themen wie Beschäftigungssicherung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Qualifizierung, begleitete industrielle Transformation und die Herausforderungen mit den Zöllen im Mittelpunkt.







