Zusammenfassung
- Durch den Iran-Krieg steigen die Energiepreise, was besonders Neukunden bei Gas und Heizöl zu spüren bekommen.
- Die Verbraucherzentrale rät, Verträge genau zu prüfen und gegebenenfalls zu wechseln, während die Stadtwerke Dinslaken ihre Preise für Neukunden stabil halten.
- Auch bei Fernwärme und Heizöl gibt es Unsicherheiten, viele Anbieter reagieren unterschiedlich auf die Marktentwicklung.
Der Iran-Krieg lässt die Energiepreise steigen. Das spüren jetzt auch Privathaushalte. Anfang April erreichte der Gaspreis für Neukunden ein Drei-Jahres-Hoch. Diese Tarife kosteten laut Vergleichsportal Verivox im deutschlandweiten Mittel 10,8 Cent pro kWh – und sind damit nicht mehr weit entfernt von jener Schwelle, als die Bundesregierung in Folge des Ukraine-Kriegs eine Gaspreisbremse bei 12 kWh einführte. Die Verbraucherzentrale in Dinslaken gibt wegen dieser Situation Tipps. Die Stadtwerke Dinslaken sehen sich indes zu einer Reaktion gezwungen.

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„Wir beobachten seit Kurzem eine Veränderung bei Neukundentarifen auf den Vergleichsportalen. Die höheren Preise an den Gasbörsen durch den Iran-Krieg werden nun von vielen Anbietern eingepreist“, sagt Hendrik Franck, Leiter der Verbraucherzentrale NRW in Dinslaken. Wer einen Gasvertrag hat, sollte sich diesen deshalb genau anschauen.
Stadtwerke halten dagegen
Der hiesige Energielieferant möchte das allerdings nicht so stehen lassen. „Wer in Dinslaken Neukunde beim lokalen Anbieter Stadtwerke Dinslaken wird, kann sich darauf verlassen, dass die zu Jahresbeginn kommunizierten Preise für alle gelten – gleichermaßen für die Neu- wie für die Bestandskunden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Erdgas-Neukunden müssten keinen höheren Preis zahlen. Es gelten die Preislisten vom 1. Januar 2026. Grund dafür sei eine „vorausschauende Beschaffungsstrategie“. Die nächste „Preisanpassung“ werde es am 1. Januar 2027 geben.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt in ihrem Schreiben, sich das Preisniveau, die Vertragslaufzeit und, sofern vorhanden, die Preisgarantie anzuschauen. Sie legt fest, wie lange der aktuelle Preis stabil bleibt. Läuft sie bald aus, kann der Anbieter den Preis erhöhen. Kunden sollten sich in diesem Fall erkundigen, ob der Anbieter eine Verlängerungsoption mit Preisgarantie anbietet. Das schafft Planungssicherheit für den nächsten Winter. Andernfalls lohnt sich ein Wechsel, bei dem Vergleichsportale im Internet helfen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt: den Bonus und die „direkte Wechselmöglichkeit“ aus dem Filter herausnehmen.
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Heizölpreise steigen auf Höchststand seit der Energiekrise 2022
Auch die Heizölpreise sind rasant gestiegen. Bei einer Bestellung von 3.000 Litern kostet Heizöl aktuell etwa 145 Euro pro 100 Liter. Preise in dieser Größenordnung gab es letztmalig in der Energiekrise im Herbst 2022. Wer einen Tank hat, der weniger als 15 Prozent gefüllt ist, sollte bald bestellen. Eine kleinere Bestellmenge ist dann sinnvoll. Wichtig ist außerdem ein Preisvergleich und ein Blick auf die Seriosität des Händlers.
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Die Preise für Fernwärmekunden werden wohl erstmal stabil bleiben. Denn die Anbieter passen die Preise nur einmal jährlich an, heißt es in der Mitteilung der Verbraucherzentrale. Auch dem widersprechen die Stadtwerke in Dinslaken: Die Fernwärmeversorgung Niederrhein veröffentliche neue Tarife turnusgemäß halbjährlich. Der Energieversorger geht auch davon aus, dass er mögliche Preissteigerungen auf dem Weltmarkt für die Kunden abfedern kann.
Allgemein zeigt der Nahost-Konflikt, wie stark die Energiepreise von der Weltlage abhängen. Wärmepumpen und eine bessere Gebäudedämmung können dabei helfen, den eigenen Energiebedarf zu senken. Informationen rund um Heizung und Dämmung stellt die Verbraucherzentrale auf dieser Seite zusammen.








