Was steckt hinter den Baumrodungen an der Landwehrstraße? Diese Frage beschäftigte in den vergangenen Wochen Bürgerinnen und Bürger in Dinslaken – und wurde schließlich zum Ausgangspunkt für einen intensiven Austausch mit der Emschergenossenschaft, den die Bürgerinitiative BIGG initiiert hat.

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Auslöser waren zahlreiche Nachfragen aus der Bevölkerung sowie aus den eigenen Reihen des Vereins. „Viele Menschen haben uns angesprochen und wollten wissen, was dort passiert“, heißt es aus dem Vorstand. Die BIGG griff diese Unsicherheit auf, nahm Kontakt zur Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV) und weiteren Akteuren auf – mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen. Das Ergebnis war ein öffentlicher Informationstermin, der unmittelbar vor der diesjährigen Mitgliederversammlung der BIGG im „König am Altmarkt“ stattfand. Rund eineinhalb Stunden standen die Fachleute der EGLV den Gästen Rede und Antwort.

Hella Tobias ist Sprecherin der BIGG Dinslaken.
Hella Tobias ist Sprecherin der BIGG Dinslaken.© FUNKE Foto Services | Volker Herold

Im Mittelpunkt stand die Einordnung der Baumrodungen in ein größeres Gesamtprojekt: den Hochwasserschutz und die ökologische Entwicklung in der Region. Die Vertreter der EGLV erläuterten, dass die Maßnahmen Teil langfristiger Planungen sind, die sowohl dem Schutz vor Hochwasser als auch der Renaturierung dienen. Konkret sollen an der Landwehrstraße und im Bereich Holten künftig neue, ökologisch wertvolle Lebensräume entstehen.

In Duisburg-Wehofen entsteht eine Aue

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Die EGLV nutzte die Gelegenheit, um das zugrunde liegende Konzept weiter auszuführen und Einblicke in die geplanten Maßnahmen zu geben – von den technischen Hintergründen bis hin zu den langfristigen Zielen für Umwelt und Infrastruktur. Im Bereich Wehofen wird die Emscher von diesem Jahr an renaturiert und erhält eine großzügige Aue. Um die Bauflächen herzurichten, musste die Emschergenossenschaft Bäume und Buschwerk entnehmen. In den kommenden drei bis fünf Jahren muss außerdem der Baumbewuchs im Bereich der Emscher-Deiche in Dinslaken zur Gewährleistung der Hochwassersicherheit weitestgehend entfernt werden, so die Emschergenossenschaft.

Die Veranstaltung habe gezeigt, wie aus konkreten Anliegen vor Ort ein breiter Dialog entstehen kann, so die BIGG. Von ersten Bürgeranfragen über die Organisation eines öffentlichen Termins bis hin zur Einbindung verschiedener Institutionen sei deutlich geworden, welche Rolle die BIGG als Vermittlerin und Stimme der Bürgerschaft einnimmt.

Vorstand bestätigt

Im Anschluss an den öffentlichen Teil fand die reguläre Mitgliederversammlung der BIGG statt. Inhaltlich knüpfte der Verein dabei an die zuvor diskutierten Themen an und gab einen umfassenden Überblick über seine laufenden Aktivitäten. Im Fokus standen unter anderem die Entwicklungen rund um die Deponie und das DHE, aktuelle Ergebnisse aus Luftmessungen und ökologische Projekte – darunter Bienen- und Blumenwiesen, die DoHa-Initiative und die Beteiligung an der Picobello-Aktion.

Die Mitglieder würdigten die Arbeit des Vorstands und entlasteten diesen einstimmig. Auch bei den anschließenden Wahlen setzten sie auf Kontinuität: Die bisherige Führungsmannschaft wurde geschlossen im Amt bestätigt. Sprecherin bleibt Hella Tobias, Vertreterinnen bzw. Vertreter bleiben Karin Rode, Harald Dietsch und Sven Koltermann, Kassenwart ist weiterhin Christoph Nohr.

Ein weiterer wichtiger Punkt war der Austausch mit der Bürgerinitiative „Grüne Lunge Eppinghoven“. Die BIGG bekräftigte, die Initiative – die bereits in der Gründungsphase unterstützt wurde – künftig wieder stärker aktiv zu begleiten. Ziel sei es, gemeinsam den Erhalt von Grünflächen und die Lebensqualität in Dinslaken nachhaltig zu sichern.

BIGG versteht sich als „wachsame Stimme für Umwelt- und Gesundheitsschutz in Dinslaken“

„Die lebhafte Diskussion machte deutlich, wie groß das Interesse und Engagement der Bürgerschaft ist“, bilanziert die BIGG: „Die Menschen wollen verstehen, was vor ihrer Haustür geschieht – und sie wollen beteiligt werden.“ Die Veranstaltung habe gezeigt, wie aus konkreten Anliegen vor Ort ein breiter Dialog entstehen kann. Von ersten Bürgeranfragen über die Organisation eines öffentlichen Termins bis hin zur Einbindung verschiedener Institutionen wurde deutlich, welche Rolle die BIGG als Vermittlerin und Stimme der Bürgerschaft einnimmt. Die BIGG versteht sich „als Bindeglied zwischen Bürgern, Institutionen und Politik – und als wachsame Stimme für Umwelt- und Gesundheitsschutz in Dinslaken“, so Sprecherin Hella Tobias.