Es ist eine Nachricht, die aktuell im baustellengeplagten Voerde eher Seltenheitswert hat: Die Deutsche Bahn (DB) teilt mit, dass sie laufende Arbeiten früher abschließen kann als ursprünglich geplant. Konkret geht es um die im Zuge des dreigleisigen Ausbaus der Betuwe-Strecke Emmerich Oberhausen laufende Erneuerung der beiden Eisenbahnbrücken im Stadtteil Friedrichsfeld. In deren Folge sind die Spellener Straße und die Poststraße seit dem 4. Mai gleichzeitig in Höhe der dortigen Unterführungen gesperrt – was für alle Verkehrsteilnehmer mit weiten Umwegen verbunden ist. Bald schon könnte zumindest ein leichtes Aufatmen einsetzen, denn die gleichzeitige Vollsperrung der beiden wichtigen innerörtlichen Verbindungsstraßen zwischen Ost und West in Höhe der Bahnunterführungen endet acht Tage eher als vorgesehen.

Ursprünglich war geplant, dass es an beiden Stellen bis zum 24. Mai kein Durchkommen für den Verkehr gibt. Nun ist klar, dass „die im Rahmen der aktuellen Bauphase notwendige gleichzeitige Vollsperrung beider Straßen“ vorzeitig beendet werden kann: Die Poststraße wird ab Samstag, 16. Mai, wieder für den motorisierten Verkehr geöffnet, wie die Deutsche Bahn ankündigt. Dort gilt ab dann wieder eine einspurige Verkehrsführung – verbunden mit einer Höhenbegrenzung von 3,60 Metern. Schon einige Tage vorher, ab Mittwochabend, 13. Mai, können Fußgänger und Radfahrer die Poststraße wieder in Höhe der Eisenbahnbrücke passieren.

Dem Projektteam sei es gelungen, „den Bauablauf so anzupassen, dass die Dauer der parallelen Sperrung ein weiteres Mal reduziert und die Querung der Bahnstrecke in Friedrichsfeld vorzeitig“ wieder geöffnet werden könne: „Damit gelingt es der DB InfraGO in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Voerde, die Verkehrssituation vor Ort zu entlasten“, erklärt eine Bahnsprecherin.

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Die Spellener Straße bleibt wie geplant bis einschließlich Freitag, 5. Juni, voll gesperrt. Ab dem 6. Juni 2026 wird der Verkehr unterhalb der Eisenbahnbrücke nur einspurig geführt, mit einer reduzierten Höhenbegrenzung von 3,20 Metern. Im Zuge der Bauarbeiten wird es zu weiteren Sperrungen der Poststraße kommen. Über die Details will die Bahn frühzeitig informieren.

Seit November 2024 arbeitet die DB InfraGO intensiv auf der Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen. Bis zum 17. Mai bündelt das Projektteam zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet ein riesiges Bauvolumen. Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte sei Baulärm leider nicht zu vermeiden. Die DB InfraGO bittet „für die durch Bauarbeiten und Straßensperrungen entstehenden Unannehmlichkeiten um Entschuldigung“. (P.K.)