Die Masche ist nicht neu, aber sie findet immer wieder Opfer: In Dinslaken händigte eine 93-Jährige nach einem für sie alarmierenden Anruf Bargeld und Schmuck an einen unbekannten Mann aus. Nach Polizeiangaben handelte es sich um eine höhere Summe. Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, um einmal ein paar wichtige Tipps zu geben.

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Die Betrüger spielen auf perfide Weise mit den Gefühlen anderer Menschen – so wie in diesem Fall aus Dinslaken: Als die 93-Jährige am Dienstagnachmittag den Telefonhörer abnahm, erfuhr sie von einer angeblichen Tochter, dass sie schwer krank sei und für eine ärztliche Behandlung dringend Geld benötige. In größter Sorge suchte die Dinslakenerin Bargeld und Schmuck zusammen und übergab die Sachen kurz darauf einem Mann, der vor ihrer Haustür wartete. Das Geld ist jetzt wahrscheinlich weg. Anders als bei Online-Überweisungen muss das Opfer nun den Beweis erbringen, wie viel Geld es war. Auch eine Rückabwicklung wie im Internet ist nicht möglich.
Schockanruf in Dinslaken: Einer der Täter circa 50 Jahre alt
Die Polizei hat von diesem Mann eine Täterbeschreibung veröffentlicht:
- etwa 1,75 Meter groß
- circa 50 Jahre alt
- dunkle „Schiebermütze“
- graue große Augen
- dunkler Windbreaker
- lange schwarze Hose
- braune Tasche über der linken Schuler
Hinweise nimmt die Polizeiwache Ost in Dinslaken unter der Telefonnummer 02064/622-0 entgegen.
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Immer wieder fallen vorwiegend ältere Menschen auf diese Schockanrufe herein. Für Außenstehende wirkt der Betrug vermeidbar, doch die Täter überrumpeln ihre Opfer, indem sie ihnen Angst machen und sie zeitlich unter Druck setzen. Oft geben sie sich auch als Polizeibeamte oder Amtspersonen aus, berichtet die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Durch den Schock am Hörer fehlt den Opfern die Möglichkeit, die aufgetischte Geschichte noch einmal zu überdenken.
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Die Polizei gibt deshalb ein paar Verhaltenstipps:
- Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren.
- Kontaktieren Sie die Anruferin, den Anrufer oder eine Person Ihres Vertrauens unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer.
- Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.
- Übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
- Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind.
- Bereiten Sie sich gedanklich auf solche Anrufe vor.
- Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon.
- Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag, indem Sie Ihren Vornamen kürzen oder streichen lassen. Gegebenenfalls löschen Sie Ihren gesamten Eintrag. Seien Sie sparsam mit der Weitergabe Ihrer Daten.
Außerdem rät die Polizei, keine größeren Summen Bargeld im Haus zu lagern. Das verhindert genau solche Situationen.







