Wer in der Cafeteria des Evangelischen Krankenhauses Dinslaken in der zehnten Etage sitzt, blickt nicht nur über die Stadt, sondern auch auf bunt gemalte Motive an den Wänden. Dahinter steckt die Dinslakener Künstlerin Elke Rahn. Sie ist von Beruf OP-Pflegerin und arbeitet seit 2012 in der Dinslakener Klinik, wo sie ihre künstlerische Handschrift bereits seit einiger Zeit einbringt.
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Neuerdings ist ihre Kunst auch in Duisburg zu sehen. Zusammen mit der Anästhesiepflegerin Kirsten Dreyer, die im selben Krankenhaus wie Rahn arbeitet, hat sie im Mai Wände im Herzzentrum Duisburg gestaltet. Sowohl diese als auch die Klinik in Dinslaken gehören zum Evangelischen Klinikverbund Niederrhein.
„Lärm im Gedärm“ oder auch „Knistern im Sinusknoten“
So entstand eine Wandgestaltung, die auf den ersten Blick wie ein Bücherregal wirkt. Überdimensionale Buchrücken ziehen sich über die Fläche und tragen Titel mit Bezug zum Klinikalltag. „Die Idee mit den Büchern kam quasi im Vorbeilaufen“, so Kirsten Dreyer. Ursprünglich sei der Bereich nicht für eine Gestaltung vorgesehen gewesen.

Die zuvor eher nüchterne Ecke lädt nun zum kurzen Innehalten und Schmunzeln ein. Um drei der ungewöhnlichen Titel zu kredenzen: „Wirbelsturm in der Fontanelle“, „Knistern im Sinusknoten“, „Lärm im Gedärm“. Viele Ideen stammen von Duisburger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Es sollte bewusst originell und auch etwas witzig sein. Der Klinikalltag ist schließlich oft ernst genug“, erklärt Elke Rahn. Und so wurde die Wandgestaltung zu einem gemeinsamen Projekt, das die verschiedenen Berufsgruppen im Krankenhaus verband.
Auch an die Kinder haben Rahn und Dreyer gedacht
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Die Gestaltung soll im Alltag eine ruhige, freundliche Atmosphäre schaffen: insbesondere für Patientinnen und Patienten, die auf dem Weg zu Untersuchungen oder Operationen sind. Für Dreyer und Rahn bedeutet das Projekt auch, unterschiedliche künstlerische Stile zusammenzubringen. „Die Herausforderung war, unsere beiden Malstile so miteinander zu verbinden, dass am Ende ein harmonisches Gesamtbild entsteht“, sagt Rahn. Wichtig sei beiden gewesen, dass die Gestaltung nicht nur schön aussieht: Sie hat inhaltlich zudem etwas mit den Menschen im Haus zu tun.

Für Kinder ist ebenfalls ein Kunstwerk entstanden: Häuser mit beleuchteten Fenstern und kleinen Katzensilhouetten sind auf angrenzenden Wandbereichen zu bestaunen. Wenn die Kinder alle Katzen gesucht und gefunden haben, können sie sich im Sekretariat eine kleine Belohnung abholen. Das Projekt zeige, wie lebendig ein Klinikverbund sein könne, wenn Menschen ihre Fähigkeiten über ihren eigentlichen Arbeitsbereich hinaus einbringen, so der Evangelische Klinikverbund Niederrhein. Elke Rahn und Kirsten Dreyer tragen demnach dazu bei, Klinikräume ein Stück freundlicher und persönlicher zu gestalten.





