Warum touren die Schülersprecher der Gesamtschule Hünxe derzeit durch alle Klassen ihrer Schule und sämtliche Grundschulen im Gemeindegebiet – und werben zusätzlich mit Videos auf Instagram? Hinter so viel Einsatz steckt ein konkretes Ziel: Lilly Herrmann und Philipp Dase machen Werbung für den Workshop „Hünxe Next Generation“.

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Es geht um nichts Geringeres als die Frage, wie Kinder und Jugendliche künftig die Gemeinde mitgestalten können. In der Hünxer Politik wurde lange über das Thema gestritten. Mittlerweile dürfen Mitglieder der Schülervertretung der Gesamtschule als beratende Stimme im Ausschuss für Schule, Jugend, Kultur und Sport mitwirken. Auch sonst fragt die Politik bei ihnen nach, wenn Themen anstehen, die sie direkt betreffen.

Jugendparlament in Hünxe: Workshop am 4. Juli im JUX

Doch die junge Generation soll dauerhaft mitreden können. Genau dafür ist der Workshop gedacht, der am Samstag, dem 4. Juli, von 10 bis 16 Uhr im Jugendzentrum JUX an der Dorstener Straße stattfindet. „Unser Ziel ist ein Kinder- und Jugendparlament für Hünxe“, sagt Philipp Dase. „Wenn das nicht klappen sollte, wovon ich allerdings nicht ausgehe, haben wir mit dem Workshop zumindest einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

Unser Ziel ist ein Kinder- und Jugendparlament für Hünxe.

Gesamtschule macht Werbung für Jugendparlament
Philipp Dase, Schülersprecher der Gesamtschule Hünxe

„Das Wichtigste ist, dass man ein Fundament hat, damit Kinder und Jugendliche eine Stimme in Hünxe haben“, erklärt seine Schülersprecher-Kollegin Lilly Herrmann. „Wir hoffen, dass etwas geschaffen wird, das Nachhaltigkeit hat für die Jugendpartizipation in der Gemeinde.“

Beim Workshop geht es zunächst darum auszuloten, wer mitmachen möchte und wie engagiert die jungen Hünxerinnen und Hünxer sein wollen. Denn ein Kinder- und Jugendparlament lebt vom Einsatz seiner Mitglieder. „Das ist das Wichtigste, und ich denke, das können wir mit dieser Veranstaltung erreichen“, sagt die Schülersprecherin.

Das Wichtigste ist, dass man ein Fundament hat, damit Kinder und Jugendliche eine Stimme in Hünxe haben.

Gesamtschule macht Werbung für Jugendparlament
Lilly Herrmann, Schülersprecherin der Gesamtschule Hünxe

Am Ende, so sagt sie, gehe es auch darum, auf die Kinder und Jugendlichen zuzugehen und sie zu fragen, was ihnen fehlt oder wo sie sich engagieren möchten. „Das fehlt mir hier ein bisschen“, sagt Lilly Herrmann. Schön fände sie es zum Beispiel, wenn die jungen Menschen einen Raum hätten, in dem sie sich regelmäßig treffen und austauschen können – auch abseits eines Kinder- und Jugendparlaments.

Beteiligung in Hünxe: Auch Politik und Verwaltung machen mit

Dass der Workshop nicht nur den beiden Schülersprechern wichtig ist, sondern auch der Verwaltung und der Hünxer Politik, zeigt der Aufwand dahinter. Die Gemeinde hat Haus Neuland eingeladen, die Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in NRW. Das Angebot richtet sich an alle zwischen sechs und 26 Jahren – also von Grundschülern bis zu jungen Auszubildenden. Auch Lokalpolitiker und Vertreter der Verwaltung nehmen teil, weil sie ein Engagement der jungen Menschen in Hünxe ausdrücklich unterstützen.

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„Wir brauchen jetzt die Kinder und Jugendlichen", sagt Hünxes Bürgermeister Michael Häsel. Es sei ein langer Weg bis zu diesem Punkt gewesen. „Wir hoffen, dass wir jetzt viele junge Menschen dazu bekommen, sich zu beteiligen und einzubringen." Häsel weiß aber auch, dass das schwierig ist: In Schulen und Medien spiele oft nur die Bundespolitik eine Rolle. „Hier in Hünxe ist das Kommunalpolitik – und das sind Themen, die man mitgestalten kann", sagt der Bürgermeister.

Der Workshop in Hünxe

Der Workshop findet am Samstag, dem 4. Juli, von 10 bis 16 Uhr (inklusive Mittagspause von 13 bis 13.45 Uhr) im Evangelischen Jugendhaus JUX (Dorstener Straße 9) statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Getränke und Mittagessen werden bereitgestellt.

Auch wenn Haus Neuland den Workshop durchführt, muss ein Kinder- und Jugendparlament nicht zwingend die beste Lösung für Hünxe sein. Die Teilnehmer lernen daher verschiedene Beteiligungsformen kennen. Neben einem Kinder- und Jugendparlament oder einem Jugendgemeinderat sind auch Kinder- und Jugendforen, Zukunftswerkstätten oder projektbezogene Mitarbeit denkbar. Der Workshop soll helfen, das passende Format für die Gemeinde zu finden.

Denn was in Hünxe entschieden wird, entscheiden die ehrenamtlich engagierten Politiker vor Ort. Und für viele Entscheidungen ist es wichtig, zu wissen, was die nächste Generation der Hünxer Bürger denkt. Schließlich soll Hünxe auch in Zukunft eine lebenswerte Gemeinde bleiben.