Großalarm am Dinamare. Zahlreiche Feuerwehr-Einsatzwagen standen am Montagnachmittag im Bereich des Schwimmbads in Dinslaken. Offenbar ist dort Chlorgas ausgetreten. Gefährdet wurde aber niemand, erklären die Stadtwerke, die das Dinamare betreiben, auf Anfrage der NRZ. Chlorgas ist ein Atemgift, das zur Wasseraufbereitung verwendet wird. Es wirkt ätzend auf Schleimhäute, Atemwege und Augen.

Wie kam es zu dem Vorfall? Im Schwimmbad müssen regelmäßig die Chlorgasflaschen getauscht werden, erläutert Britta Bethe, Sprecherin der Stadtwerke. Bei einer Flasche sei dabei das Ventil defekt gewesen. „Obwohl die Flasche abgesperrt war, ist etwas ausgetreten“, so Britta Bethe: „Es waren aber zu keiner Zeit Anwohner, Badegäste oder Mitarbeiter gefährdet.“ Auch der Badebetrieb habe weiterlaufen können.

Feuerwehr lobt Team des Dinamare

Bei der Polizei ging der Alarm um 14.05 Uhr ein. Die Flasche habe sich in einem separaten Raum befunden, so Björn Haubrok, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Standardmäßig rückt die Feuerwehr bei Chlorgas-Alarm mit starken Kräften aus. Im Einsatz waren die Einheiten Hauptamt, Stadtmitte und Eppinghoven. Die Retter loben das Team des Dinamare: „Dank des besonnenen Handelns der Mitarbeitenden des Schwimmbades und der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen konnte die Ausbreitung des Chlorgases bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr wirksam begrenzt werden.“

Zur Gefahrenabwehr setzte die Feuerwehr einen Trupp unter Chemikalienschutzanzug ein. Dieser ging in den betroffenen Lagerraum vor, schloss sämtliche Chlorgasflaschen und kontrollierte den Bereich anschließend mit speziellen Messgeräten. Die Messungen bestätigten, dass keine gefährliche Konzentration mehr vorhanden war und somit keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt bestand.

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Zwei weitere Einsätze zeitgleich

Während des laufenden Einsatzes am Stadtbad kam es zu zwei weiteren Alarmierungen. Um 14.23 Uhr rückten die Einheiten Hiesfeld und Oberlohberg wegen Gasgeruchs nach Oberlohberg aus. Unterstützt wurden sie durch ein Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr Voerde. Am Quellenweg hatten Anwohner einen unbekannten und unangenehmen Geruch in ihrem Keller wahrgenommen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz kontrollierte mit einem Mehrgasmessgerät den Keller, konnte aber keine gefährliche Konzentration feststellen. Nach dem Einsatz der Feuerwehr konnten die Bewohner wieder zurück ins Gebäude. Nach etwa 1,5 Stunden war dieser Einsatz für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Dinslaken beendet.

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Gegen 15 Uhr wurden Kräfte des Löschzuges Stadtmitte, ein Führungsdienst und der Rettungsdienst zu einem Unglücksfall in den Stadtteil Bruch alarmiert. Von den anderen Einsatzstellen mussten zusätzlich Kräfte abgezogen werden, um weiteres Personal für den Einsatz stellen zu können. Der Einsatz war nach etwa zwei Stunden beendet.

Am Dinamare konnte die Feuerwehr gegen 16.40 Uhr abrücken und die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben.