Die Feuerwehr Hünxe wurde am Montagmittag, 3. August, zum Wesel-Datteln-Kanal gerufen. Der Anrufende meldete ein Reh, das in den Kanal geraten sei und nicht alleine herauskomme. Im Feuerwehrjargon heißt das Alarmstichwort „Tier in Not“.

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Die Einheiten Hünxe und Bucholtwelmen brausten zum Welmer Weg im Ortsteil Bucholtwelmen. Schon während der Anfahrt suchten die Einsatzkräfte den Kanalbereich nach dem Tier ab. Beim Eintreffen an der gemeldeten Einsatzstelle konnte jedoch kein Reh im Wasser gesichtet werden. Nach einer halben Stunde rückten die Retter wieder ein.

Nicht der erste Alarm dieser Art

Das ist nicht der erste Einsatz dieser Art. In der Vergangenheit waren schon mehrfach Rehe in dem Kanal gesichtet worden. Vor sechs Jahren landete sogar ein kapitaler Hirsch in der Schleusenkammer. Meist fanden die Tiere aber wieder alleine ans Ufer.

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Kanal könne für Wild zur tödlichen Falle werden

Schon vor zwölf Jahren hat der damalige Leiter des Regionalforstamts Niederrhein auf die Problematik hingewiesen und eine Lösung gefordert. Für das Wild sei der Wesel-Datteln-Kanal ein unüberwindbares Hindernis, die Wasserstraße könne für die Tierwelt zur „tödlichen Falle“ werden, weil die Tiere an der Spundwand nicht mehr aus dem Wasser klettern könnten. Einmal im Wasser, sei der einzige Ausweg, wieder an die Südseite zurückzuschwimmen, um aus dem Kanal herauszukommen. Er forderte damals eine Wildbrücke, deren Kosten allerdings schon damals mit rund 5 Millionen Euro beziffert wurden. (aha)