Trennungen können sehr schmerzhaft sein – erst recht, wenn plötzlich Funkstille herrscht. In manchen Familien sind die Gräben so groß, dass sie zu vollständigen Kontaktabbrüchen führen. Für die Betroffenen sei die Situation oft eine schwere seelische Belastung, wie Natalie Neumann und Barbara Werheid von der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) in Dinslaken betonen. Gemeinsam laden sie Betroffene zu einem vierstündigen Workshop mit dem Titel „Funkstille – Wenn Familienangehörige den Kontakt abbrechen“ ein.

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Beginn des Workshops in der Duisburger Straße 34 ist am Samstag, 10. Oktober, um 10 Uhr. Anmeldungen müssen bis Freitag, 18. September, erfolgen – entweder schriftlich an efl-dinslaken@bistum-muenster.de oder telefonisch unter 0281 25090. Die Familienberatungsstelle des Bistums Münster betont, dass die Teilnahme kostenlos ist und allen Erwachsenen unabhängig von Konfession oder sexueller Orientierung offensteht.

Workshop hilft, belastende Kontaktabbrüche besser zu verarbeiten

Bei dem vierstündigen Workshop, an dem maximal zehn Personen teilnehmen können, gehe es nicht darum, eine Lösung oder Heilung zu finden. „Das ist in so kurzer Zeit kaum möglich“, sagt Barbara Werheid. Aber er könne helfen, den eigenen Blickwinkel zu ändern und so einen Ansatz zu finden, mit der belastenden Situation besser zurechtzukommen. Daher ist den Leiterinnen daran gelegen, dass sowohl Menschen, die aktiv den Kontakt abgebrochen haben, teilnehmen, als auch solche, die mit dem Kontaktabbruch konfrontiert wurden.

Im Anschluss an den Workshop bestehe bei Bedarf die Möglichkeit, den Konflikt in einer persönlichen Beratung weiter aufzuarbeiten. Am Ende müsse dabei nicht unbedingt die Überwindung der „Funkstille“ stehen, obwohl es auch dazu kommen könne. „Es geht darum, die Verletzung zu verstehen und die Situation gegebenenfalls zu akzeptieren. Dann kann es sein, dass die Verletzung zwar bleibt, die offene Wunde aber geheilt wird“, sagt Natalie Neumann.