Um in der Corona-Krise verbunden zu bleiben: Aus diesem Gedanken heraus gründete der Verein Retla in der ersten Pandemiewelle in München das Projekt „Telefon-Engel“. Retla – das ist das Wort „Alter“, nur rückwärts geschrieben. Die Telefon-Engel sollen Gespräche gegen die Einsamkeit im Alter führen. Nun kommt das Projekt zur Präsentation nach Dinslaken. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Dinslaken hat Karin Georgi, die Projektleitung der Telefon-Engel, nach Dinslaken eingeladen. Das ist eines der Angebote des Programms „Frauen ab 55“.
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Das steckt hinter den „Telefon-Engeln“
Die Idee der „Telefon-Engel“ ist, einen Menschen, der vielleicht nicht mehr so mobil ist, einmal in der Woche anzurufen. Älteren, einsamen Menschen werden Telefonpartnerinnen und -partner an die Seite gestellt. Sie treten regelmäßig mit den Seniorinnen und Senioren in Kontakt und werden zu geschätzten Gesprächspartnern, so Retla. „Seit 2020 vermitteln wir erfolgreich Patenschaften“, heißt es auf der Homepage. Bislang konnte so deutschlandweit bei 900 Seniorinnen und Senioren für „mehr Verbundenheit, Wertschätzung und Lebensfreude“ gesorgt werden.
„Wir wollen jedoch noch mehr Senior:innen erreichen, denn wir wissen: Viele Menschen fühlen sich im Alter einsam“, so der Verein mit dem Motto „Engel brauchen keine Flügel, nur ein Telefon und etwas Zeit“. Die Ehrenamtlichen werden auf die Telefonate vorbereitet und begleitet. „Vielleicht findet sich in Dinslaken eine Gruppe von Frauen, die mitmachen möchten“, so die Gleichstellungsbeauftragte Karin Budahn-Diallo. Karin Georgi stellt das Projekt am Donnerstag, 15. Oktober, 11 Uhr im Rathaus (Saal Agen, Erdgeschoss) vor. Zur besseren Planung wird eine Anmeldung erbeten.
„GemeinsamTagTreff“ wird neu belebt
Zum Programm gehört auch der „GemeinsamTagTreff“. Das Angebot ist bereits zehn Jahre alt und hat sich, so die Gleichstellungsstelle, „etwas zersplittert“. Nun soll es neu belebt werden.
Das ganze Programm
Das Programm „Frauen ab 55“ liegt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aus. Digital ist es unter dinslaken.de/bildung-gesellschaft/gleichstellung-von-frauen-und-maennern/projekte/aktuelle-veranstaltungen zu finden.
Ebenfalls Teil des Programms ist eine Finanzreihe unter dem Titel „Finanzen vermehren“.
Anmeldung zu allen Angeboten unter Tel. 02064/66469 (auch AB) oder gs-office@dinslaken.de.
Die Idee: Frauen ab 55 treffen sich einmal im Monat sonntags bei Kaffee und Kuchen (die Gleichstellungsbeauftragte lädt dazu ein), um gemeinsame Freizeitaktivitäten zu planen: Karten spielen, spazieren gehen, Kultur genießen oder anderes. „Sonntags gibt es so tolle Dinge zu tun, aber es ist keine da, die mitgeht“, so die Gleichstellungsbeauftragte. „Viele Alleinlebende/Singles kennen das. In der Woche kann man viele Menschen treffen, aber der Sonntag ist für die Familie verplant. Wir machen den Sonntag zum Gemeinsam-Tag.“ Start ist am Sonntag, 27. September, 15 Uhr, im Joko Bene (Duisburger Straße 6). Zur besseren Planung wird eine Anmeldung erbeten.
Pflegende Angehörige entlasten
„Für andere da sein– und sich selbst nicht aus dem Blick verlieren“ – darum geht es bei einer Veranstaltung für pflegende Angehörige am Donnerstag, 22. Oktober, 17.30 Uhr (Rathaus, Saal Agen). „Pflegende Frauen leisten jeden Tag Beeindruckendes. Sie kümmern sich um Kinder, Enkelkinder oder pflegebedürftige Angehörige und meistern dabei oft eine Doppel- oder Dreifachbelastung“, so die Ankündigung. „Wie kann ich mich als pflegende Angehörige dabei entlasten?“ – diese Frage soll beleuchtet werden.
Der Vortrag informiert über Leistungen bei Pflegebedürftigkeit. Es werden Wege aufgezeigt, Unterstützung und Entlastung im Alltag zu finden. „Die Entlastung für pflegende Frauen von Anfang an einzuplanen, ist ebenso wichtig wie eine gute Pflegequalität zu erreichen“, heißt es. Referentin ist die Leiterin des Seniorenbüros, Melanie Segerath. Eine Anmeldung ist erforderlich – man kann aber auch spontan teilnehmen.
Neue Trendsportart aus Schweden
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„Frauen ab 55 befinden sich in einer besonderen Lebenssituation. Auch wenn Sie noch nicht alt sind, ist es sinnvoll, sich auf das Älterwerden vorzubereiten. Sich zu vernetzen und das mit Spaß ist da eine gute Methode“, heißt es in dem Flyer zum Programm „Frauen ab 55“. Diese Idee will die Gleichstellungsstelle aufnehmen und stellt daher an zwei Donnerstagen, 17. September und 1. Oktober, jeweils um 17.30 Uhr, eine Trendsportart vor: Tantparkour. Das Wort ist schwedisch. „Tant“ heißt ältere Frau und „Parkour“ ist die Bezeichnung für die Sportart.

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„Hüpfen, klettern, glücklich sein: In Schweden entdecken ältere Frauen den Spaß an entspannter Bewegung im öffentlichen Raum“, so das Programm. Es gehe darum, sich Hindernisse im öffentlichen Raum zu suchen – aber in der „Tant“-Version eher ungefährlich machbare: Mauern und Baumstämme zum Balancieren, Geländer zum Überspringen oder Unterkrabbeln, Schrägen zum Rutschen, Bürgersteigkanten zum Hüpfen.
Treffpunkt ist der Spielplatz hinter dem Burgtheater (Parkstraße). Die beiden Treffen werden durch Sporttherapeutin Anna Leonhardt geleitet. „Wenn die Gruppe dann ohne Anleitung weitermachen möchte, ist dies durchaus gewollt“, heißt es. Mitmachen kostet fünf Euro, ein Anmeldung ist erforderlich.








