Nach rund zehn Jahren will Voerde die Elternbeiträge für Kitas und den Offenen Ganztag reformieren. Die Pläne stoßen auf Widerstand. Im Internet sammelt eine Petition Unterschriften. Die Initiatoren fordern, auf die Anhebung für Gutverdiener zu verzichten und den Geschwisterbonus beizubehalten.

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Wie berichtet, hat die Stadtverwaltung einen Vorschlag ausgearbeitet. Der sieht vor, dass höhere Einkommensklassen in der Kita und in der OGS eingeführt werden. Bislang müssen alle Eltern, die über 84.000 Euro im Jahr verdienen, dasselbe zahlen. Künftig soll es weitere Einkommensklassen geben. Maximal ist eine Kita-Gebühr von 675 Euro fällig, in der OGS liegt der Spitzensatz bei 249 Euro. Außerdem schlägt die Verwaltung vor, die Geschwisterregelung zu erneuern. Künftig sollen auch Beiträge gezahlt werden, wenn ein zweites Kind in der Kita betreut wird.

Eltern protestieren gegen Kita-Kosten und finanzielle Belastung

Die Verwaltung legte im Jugendhilfeausschuss dar, dass sich die Betreuungskosten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hätten. Die Elternbeiträge seien allerdings kaum gestiegen.

In der Sitzung hatten wütende Mütter lautstark protestiert. Eine Initiative legt im Internet jetzt nach. Die Pläne stellten einen „beispiellosen Eingriff in die Haushaltskassen von Familien“ dar. Betreuungs- und Essenskosten würden „den Zuverdienst Ende des Monats komplett auffressen“. Die Petition nennt eine Reihe weiterer wirtschaftlicher Belastungen. Sie schließt mit den Worten: „Voerde darf keine Stadt werden, die junge Familien und die arbeitende Mitte vertreibt.“

Stand Freitag hat die Petition rund 580 digitale Unterschriften gesammelt. Fotos auf Facebook legen nahe, dass sie auch in analoger Form angefertigt wurde. Die Unterschriften sollen der Stadt überreicht werden. Als Nächstes befasst sich der Schulausschuss am 23. September mit der Satzungsänderung. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt Voerde am 6. Oktober.