Am Flugplatz Schwarze Heide in Kirchhellen gibt es einen neuen Segelflug-Verein. Die beiden Traditionsvereine FSV Oberhausen Duisburg e.V. und Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen haben sich jetzt zum Aeroclub Schwarze Heide zusammengeschlossen. Das ist nicht die erste Fusion in der Geschichte der Vereine, die sich teilweise bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückverfolgen lässt.

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Das trifft zumindest für die Duisburger Wurzeln (Niederrhein) des nun ehemaligen Zwei-Städte-Vereins zu, der sich seinerseits bereits vor gut zehn Jahren mit Oberhausen zusammengeschlossen hatte. Aber auch der Gladbeck-Kirchhellener Verein hat schon 75 Jahre auf dem Buckel.

Alle Vorgänger des neuen Segelflug-Vereins haben eine lange eigene Geschichte

Dessen Vereinsgeschichte ist eng mit der zivilen Flughistorie in der Schwarzen Heide verknüpft. Die hat Ende der 1950er Jahre begonnen. Zuvor war der Fliegerhorst Kirchhellen Stützpunkt der Luftwaffe der Wehrmacht und wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 kurzzeitig auch von den alliierten US-Streitkräften genutzt.

Schriftenreihe Band 53 Heimatverein Kirchhellen, Flugplatz Schwarze Heide
Ein Heinkel-Bomber aus der Zeit, als der Fliegerhorst Kirchhellen noch von der Luftwaffe der Wehrmacht genutzt wurde. Die Reproduktion stammt aus Band 53 der Schriftenreihe des Heimatvereins Kirchhellen.© FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

Seither geht es friedlich zu am Flugplatz Schwarze Heide. Das zeigt auch die Geschichte der Vorgängervereine des neuen Aeroclubs Schwarze Heide. Die kooperieren bereits seit 30 Jahren eng und freundschaftlich miteinander. Über noch bessere Nutzung der gemeinsamen Ressourcen und effektivere Bündelung der Kräfte hatten die Verantwortlichen schon länger nachgedacht. Sie nahmen sich aber die notwendige Vorbereitungszeit für diesen weitreichenden Schritt.

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Oberstes Ziel war es, alle Mitglieder beider Vereine von dieser Verschmelzung zu überzeugen. So gelang es dann auch auf der entscheidenden Versammlung der „Alt-Vereine“ unter Anwesenheit eines Notars, ein überwältigendes Zustimmungs-Ergebnis zu erhalten. Das sei ein optimales Startsignal gewesen, so die Vereinsvorsitzenden in ihrer Mitteilung.

Verein möchte ein Zeichen gegen den Trend des Mitgliederschwundes setzen

Die Vereine FSV Oberhausen Duisburg e.V. und der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen reagieren damit auf einen seit mehr als 35 Jahren anhaltenden Trend des deutschlandweiten Mitgliederschwundes im Segelflugsport. In der jüngeren Vergangenheit schon konnten Vereinsauflösungen oder Übergänge in die rein motorisierte Fliegerei beobachtet werden, weil die nötige Kraft für den Segelflug fehlte.

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Mit dem neuen Verein geht man einen anderen Weg. Beide Alt-Vereine haben eine lange Tradition in der überregional anerkannten Segelflug-Ausbildung. Aktuell haben einige junge Segelflieger des Vereins erfolgreich ihre Prüfungen zum Luftfahrerschein absolviert.

Der Segelflug wurde aber auch als Leistungs- und Wettbewerbssport erfolgreich betrieben. Diese Tradition soll ebenso fortgesetzt und weiterentwickelt werden wie der Bereich der leichtmotorisierten Fliegerei oder der Modellflieger.