„Besonders wenn es dunkel wird und die Menschen allein zu Hause sitzen, rufen viele bei uns an“, sagt Felix Schneider*. Er arbeitet bei der Telefonseelsorge. Gut 100 Ehrenamtliche am Niederrhein und im Westmünsterland gehen hier ans Telefon, wenn jemand gerade eine persönliche Krise erlebt. Die Krise kann von Einsamkeit und Angst bis zu Suizidgedanken reichen.

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Telefonseelsorge – rund um die Uhr erreichbar

Du möchtest mit jemandem sprechen?
Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar.

0800 111 000 111
0800 111 000 222

Wer lieber schreiben möchte, kann sich per Mail oder Chat online an die Telefonseelsorge wenden. Das Angebot ist ebenfalls anonym und kostenlos.

Weitere Informationen und die Online-Angebote gibt es auf
www.telefonseelsorge.de

Telefonseelsorge sucht Freiwillige: Neuer Vorbereitungskurs startet

Doch wie wird man eigentlich Telefonseelsorger? Mit einem Vorbereitungskurs. Aktuell werden wieder Freiwillige gesucht. Im März nächsten Jahres startet ein neuer Kurs. 15 Monate dauert die Vorbereitung auf den Dienst, alle zwei Wochen mittwochs von 17 bis 20 Uhr in Wesel. Wer die Vorbereitung abgeschlossen hat, kann dann Dienste übernehmen.

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Dreimal im Monat stehen die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater jeweils für vier Stunden bereit. Schneider tauscht für einen Teil der Zeit den Telefonhörer gegen die Tastatur aus, denn auch per Mail und im Chat können sich die Menschen inzwischen an die Telefonseelsorge wenden. 16.821 Anrufe gab es im vergangenen Jahr im Bereich Niederrhein/Westmünsterland, dazu über tausend E-Mails und Chats.

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Einsamkeit am Abend: Telefonseelsorge bietet anonymen Beistand

Vier Stunden dauert eine Schicht am Telefon, gerade in den Abendstunden klingelt oft das Telefon. „Für einige Menschen, die hier anrufen, sind wir von der Telefonseelsorge die einzigen Gesprächspartner am Tag“, sagt Schneider und er betont, dass er sich als Begleiter, nicht aber als Berater verstehe. Anonymität sei dabei ein wichtiges Gebot, das diene insbesondere dem Schutz der Anrufenden: „Das könnten ja auch Nachbarn oder Bekannte sein – die womöglich nicht zum Telefon greifen, weil sie Sorge haben, mit jemandem verbunden zu werden, den sie kennen. So aber ist klar, dass die Anonymität für alle gewahrt bleibt.“

Am Ende würden viele sagen, dass ihnen das Gespräch gutgetan hat. Wer Interesse hat, ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge zu arbeiten, erhält weitere Informationen zu den Vorbereitungskursen telefonisch unter 0281/156141 und auf der Seite www.telefonseelsorge-niederrhein.de im Internet.

*Name geändert