Die „Wilde Hilde“ bekommt Verstärkung. Die Stadt Dinslaken hat einen zweiten „Blitzer ohne Personal“ (BoP) bestellt. Bald soll er in Dinslaken eintreffen. Bevor der BoP aber seinen Dienst aufnimmt, soll er einen Namen bekommen. Und den dürfen die Bürgerinnen und Bürger in Dinslaken bestimmen! Stadt Dinslaken und NRZ bitten – wie schon bei der „Wilden Hilde“ – um Vorschläge.

So heißen Blitzer in anderen Kommunen

Auch andere Kommunen haben ihren Blitzern einen Namen und damit eine Persönlichkeit gegeben. In Bielefeld blitzt Bernhard, in Marl steht Kai-Uwe am Straßenrand, in Neustadt am Rüberberge blitzt eine „Karin“ (laut Bürgermeister für „Kein Arsch rast in Neustadt“). Den Namen „Wilde Hilde“ – es gibt übrigens auch einen Käse dieses Namens – hatte vor zwei Jahren die damalige Bürgermeisterin Michaela Eislöffel vorgeschlagen und bei der Abstimmung entfielen darauf die meisten Stimmen.

So machen Sie mit

Wird es dieses Mal ein Junge? Gemeinsam mit der Stadt Dinslaken bitten wir um Namensvorschläge. Wie soll der neue Blitzer heißen? Senden Sie Ihre Vorschläge bis Dienstag, 3. November, an lok.dinslaken@nrz.de oder kommentieren Sie die entsprechenden Posts auf den Facebook- und Instagramseiten der NRZ Dinslaken oder der Stadt Dinslaken.

Aus den Vorschlägen sucht die Stadtverwaltung zehn Namen aus. Welcher davon der Name des neuen Dinslakener Blitzers wird, darüber können dann erneut die Dinslakenerinnen und Dinslakener auf Social Media und per Mail abstimmen.

So viele Temposünder erwischt die „Wilde Hilde“

Die „Wilde Hilde“ ist seit Oktober 2024 fleißig im Dienst: Sie steht Tag und Nacht an den Straßen der Stadt und sorgt dafür, dass sich zumindest an diesen Stellen viele Autofahrende an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. Wer zu eilig unterwegs ist, bekommt Post von Hilde und muss zahlen. Allein in den ersten drei Monaten nach ihrer Anschaffung hat die „Wilde Hilde“ für Bußgeldbescheide in Höhe von rund 160.000 Euro gesorgt und ihre Anschaffungskosten damit in kürzester Zeit „eingespielt“. Allein im Jahr 2025 hat die „Wilde Hilde“ 15.200 Temposünder erwischt.

Mehr aus Dinslaken,Voerde und Hünxe

Alle Nachrichten aus Dinslaken, Voerde und Hünxe lesen Sie hier. +++ Abonnieren Sie unseren Newsletter per Mail oder folgen Sie uns bei Whatsapp, Instagram und Facebook +++

Täglich (außer Samstag)

Dinslaken-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Im besten Fall hat das den pädagogischen Effekt, dass die Temposünder künftig angepasster fahren – denn ein Unfall hätte im Zweifel ernstere Folgen als „nur“ ein Knöllchen. Dass manche Autofahrende es persönlich nehmen, wenn sie erwischt werden, davon zeugt die beschmierte Frontseite des Blitzers: Mehrfach schon wurde die „Wilde Hilde“, die ohne städtisches Personal auskommt, Opfer von Vandalismus.

So geht es weiter

Gemeinsam mit dem Radarwagen der Stadt kamen im vergangenen Jahr Einnahmen aus Bußgeldern in Höhe von fast einer Million Euro zusammen. Zusammen mit dem neuen, noch namenlosen BoP, wird die Stadt Dinslaken also bald über drei Systeme zur Verkehrsüberwachung verfügen. Wenn der Name des BoP feststeht, wird er „getauft“: Er bekommt eine entsprechende Plakette eingebaut.