Die Stadt Düsseldorf ändert ihre Teststrategie bei Pooltests in Kitas. Das hat die Stadt in einem Brief an Eltern und Träger von Kindertagesstätten erklärt, der unserer Redaktion vorliegt. Demnach wolle man die Strategie ab Montag, 7. Februar anpassen.

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Bei einem positiven Pooltest müssen Eltern demnach ihre Kinder nicht mehr zu Hause lassen, bis ein negativer Einzel-PCR-Test vorliegt. Sie können ihr Kind stattdessen freitesten.
So sieht die Regelung konkret aus:
- Liegt ein positiver Pooltest vor, wird ein weiterer PCR-Einzeltest gemacht. Eigentlich sollten die Eltern ihre Kinder, bis dieser vorliegt, möglichst zu Hause betreuen, schreibt die Stadt. Das ist aber kein Muss: Sie können ihre Kinder freitesten, wenn sie einen negativen Antigen-Schnelltest einer offiziellen Teststelle vorlegen. „Die Kinder können also weiter zur Kita kommen, sofern der Test negativ ist“, so die Stadt.
- Kinder, die nicht an der Pooltestung teilgenommen haben, können ebenfalls einen offiziellen Schnelltest einer Teststelle (auch Bürgertest genannt) vorlegen.
- Geimpfte Kinder müssen keinen Test einer offiziellen Teststelle vorlegen und können die Kita weiter besuchen. Allerdings sollen die Eltern mit ihnen zu Hause einen Schnelltest machen.
- Genesene Kinder müssen nach acht Wochen einen Schnelltest einer Teststelle vorlegen, wenn der Pooltest positiv ist. Vorher können sie die Einrichtung weiter besuchen, unabhängig vom Ergebnis des Pooltestes.
Das bisherige Vorgehen mit den Lolli-Tests war im Dezember eingeführt worden. Damals hatten sich laut Angaben der Stadt die meisten der Düsseldorfer Kitas - 330 von 375 Kitas - daran beteiligt. Hier galt aber: Ist der Pooltest positiv, müssen die Kinder zu Hause bleiben, bis klar ist, dass auch ihr Einzeltest negativ ist.
Zornige Briefe von Eltern
Zum Ablauf bei den Tests habe es von den Eltern viele Rückmeldungen gegeben, schreibt die Stadt. Diese seien teilweise dankbar, teilweise zornig gewesen. Zwar sei die Stadt überzeugt vom Lolli-Testverfahren, allerdings liege der Knackpunkt aktuell in der Dauer des Auswertung. Daher habe man sich nun für die Neuregelung entschieden.
„Hier befinden wir uns immer in einem Abwegungsprozess, zwischen Betreuungssicherheit und Infektionsschutz für alle Beteiligten“, so die Stadt.
Aktuell gibt es eine NRW-weite Debatte über die Teststrategie an Kitas. Träger von Kindertagesstätten kritisieren beispielsweise, dass es keine einheitliche Teststrategie in Kitas gibt, sondern diese von Stadt zu Stadt abweicht. Gerade jetzt, wo immer mehr Kinder und auch Mitarbeitende in Kitas infiziert sind. Die Zahl der infizierten Kinder hat sich von Dezember bis Januar verfünffacht.




