Der Eröffnungstag des Caravan Salon 2025 hat ein bisschen was von einer Generalprobe. Nicht nur, weil am Morgen und Vormittag von den einen oder anderen Aussteller-Teams noch letzte Anpassungen vorgenommen werden. Sondern auch, weil die Messe sich am Freitag (29. August) ab 10 Uhr zwar deutlich füllt, aber der erste große Ansturm wohl erst am kommenden Messewochenende zu erwarten ist. Und so hatte auch die NRZ die Möglichkeit, einen ersten Blick auf einige Neuheiten, Highlights und Trends der weltgrößten Messe für mobiles Reisen zu erhaschen.

Komfort, Kompaktheit und Kompatibilität: Diese Themen bestimmen die Caravan 2025

Neben größeren und kleineren Entwicklungen in der Branche ständen, so Messe-Sprecher Alexander Kempe, in diesem Jahr die drei „K“ im Zentrum des Caravan Salon – Kompaktheit, Komfort und Kompatibilität. „Wer sich ein Wohnmobil leistet, der investiert in den meisten Fällen viel Geld und erwartet entsprechenden Komfort“, führt er weiter aus. Gleichzeitig, so Kempe, versuchten die Hersteller ihre Caravans möglichst modern, leicht und ohne größere Einschnitte in der Ausstattung zu konzipieren. Um dabei auch gleichzeitig einsteigerfreundlich zu bleiben, gäbe es immer mehr alltagstaugliche Kompaktfahrzeuge.

Zu dem, was die Wohnmobile leisten sollen, gehöre laut Kempe auch immer mehr die Technik. „Immer mehr Aspekte sollen per Handy geprüft und kontrolliert werden. Das kann ganz praktisch der Stand der Wassertanks sein. Wenn man aber zum Beispiel im Sommer am Strand ist, will man vielleicht schonmal die Klimaanlage starten bevor es wieder zurückgeht.“ Und unter diesen Aspekten versucht die Messe sowohl für den kleinen als auch den sehr großen Geldbeutel etwas zu bieten – wobei der „kleine Geldbeutel“ beim Wohnwagen oder -mobil natürlich relativ gesehen werden muss.

Zwischen 18.000 und 2,8 Millionen Euro: Das Caravan-Angebot für Einsteiger und Luxus-Urlauber

So findet man auf der Messe etwa das hochluxuriöse Reisemobil Perfect 1200 Assoluto des deutschen Herstellers Variomobil, das dem Begriff „Landyacht“ in jeder Hinsicht absolut gerecht wird. 2,8 Millionen Euro kostet die Luxuswohnung auf einem Lastwagen-Unterbau. Neben Regendusche, zehn Quadratmeter Schlafzimmer und einem Cockpit, dass kaum an technischer Spielerei geizt, wirkt die im Assoluto integrierte Garage gar nicht mehr so unwirklich. Ein kleines Cabrio und zwei E-Bikes finden hier Platz. Am anderen Ende des Preisspektrums findet sich der Next 380 der Firma Fendt-Caravan. Es ist eines von genau den kompakten einsteigerfreundlichen Fahrzeugen, die aktuell im Trend liegen. Der Kostenpunkt beläuft sich hier auf 18.900 Euro – ein Wert der an anderen Ständen als „exklusiver Messe-Rabatt“ vom Kaufpreis abgezogen wird.

Die „Landyacht“ Perfect 1200 Assoluto des deutschen Herstellers Variomobil.
Die „Landyacht“ Perfect 1200 Assoluto des deutschen Herstellers Variomobil.© NRZ | Lucas Gangluff

Im Bereich zwischen diesen Extremen ordnen sich die Produkte der insgesamt 810 oft internationalen Aussteller aus dem Bereich des mobilen Reisens ein. Zumindest wenn es um den Urlaub auf vier Rädern geht. Denn natürlich sind nicht nur Caravans, Reise- und Wohnmobile sowie Campinganhänger auf der Messe vertreten – auch wenn auf diesen der Fokus liegt. So sind von den insgesamt 15 Messehallen auch zwei nur für Zubehör reserviert. Eine weitere konzentriert sich ganz auf Equipment und Outdoor. Hier findet sich auch ein weiterer Trendsetter im Bereich des mobilen Urlaubs.

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Trend auf dem Caravan Salon in Düsseldorf: Mit der Familie im Dachzelt auf dem Auto schlafen

„Gerade junge Menschen können heutzutage nicht einfach mal 80.000 Euro in ein Wohnmobil investieren“, erklärt Daniel-Amadeus Bader am Stand des Dachzelt-Herstellers Vickywood. Rund um den Marketingchef sind verschiedene Zeltkonstruktionen entweder auf Autodächern oder Holzkonstruktionen montiert, die Pkw simulieren sollen. „Was aber jeder dabei hat, ist das eigene Auto“, so Bader weiter. Vom Ein-Mann- bis zum Familienzelt für bis zu fünf Personen findet sich fast alles im Portfolio des Unternehmens – die preiswertesten kosten rund 1000 Euro. Dass sich die Dachzelte immer größerer Beliebtheit erfreuen, bestätigt auch Alexander Kempe. „Der Outdoor- und Campingbereich auf unserer Messe ist in den vergangenen Jahren recht stabil geblieben. Was aber deutlich zugenommen hat, sind die Dachzelte.“

Dachzelte sind ein großer Trend auf dem Caravan Salon 2025 in Düsseldorf.
Dachzelte sind ein großer Trend auf dem Caravan Salon 2025 in Düsseldorf.© NRZ | Lucas Gangluff

Die Messe bietet natürlich noch viel mehr. Seien es Tiny Häuser, begehbare Solarmodule für den Wohnwagen, Luxus-Armaturen für die Campingdusche und allerhand Kurioses. Für eine Begehung der Messe sollten alle Camping-Fans also reichlich Zeit mitbringen. Da kommt die Länge der Messe, die noch bis zum 7. September läuft, Stöbernden entgegen. Gerade unter der Woche sollte man auch die Chance haben, viele der Wohnmobile auch von innen besichtigen zu können, ohne allzu lange warten zu müssen.

Alle Infos rund um den Besuch der Messe haben wir auch noch einmal in diesem Artikel zusammengefasst